Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. Oktober 2014

Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft: So viele Studierende wie noch nie

FAST DIE HÄLFTE des KMU-Innovationszentrums mietet die Hochschule. Foto: Fränkle

FAST DIE HÄLFTE des KMU-Innovationszentrums mietet die Hochschule. Foto: Fränkle

 

Trend zum Master / Eigenes Promotionsrecht stärkt ehemalige Fachhochschulen

Mehr als 9.000 Bewerbungen für 1.363 Studienanfängerplätze im Bachelor-Bereich gingen bei der Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft für dieses Wintersemester ein. Mit 8.500 Studierenden insgesamt erreicht die HsKA einen neuen Höchststand.

„Auf diesem Niveau wird sich die Studierendenzahl auch in den nächsten Jahren halten", prognostiziert Prof. Dr. Karl-Heinz Meisel. Zu Beginn des Wintersemesters informierte der Rektor der Hochschule, dass es insgesamt 1.985 neu Immatrikulierte an der HsKA gebe.

Während die Bewerberzahl im Bachelor-Be­reich gegenüber dem vergangenen Wintersemester aus demographischen Gründen um rund 10 Prozent zurückgegangen sei, gebe es bei den Masterstudiengängen eine Steigerung der Bewerbungen um rund 6, 2 Prozent - 1.361 Bewerbungen auf 246 Plätze. "Der Trend zum Master steigt", unterstrich Prof. Meisel.

Und warum wollen so viele junge Leute an der Hochschule Karlsruhe studieren? "Ein Großteil der Studierenden kommt wegen der Rankings", freute sich der Rektor, dass das gute Abschneiden der Hochschule auch in dieser Hinsicht Früchte trägt. Besonders beliebt bei den Bachelor-Studienanfängern sind die Studiengänge "Kommunikation und Medienmanagement", "International Ma­­nagement" und "Wirtschaftsingenieurwesen". Analog zum landes- und bundesweiten Trend besteht laut HsKA - trotz guter Arbeitsmarktchancen - im Bereich Elektrotechnik eine geringere Nachfrage.

Sehr positiv sieht der Rektor, dass die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften über eine sogenannte Experimentierklausel ein eigenständiges Promotionsrecht erhalten sollen. Das sei ein konsequenter Schritt zur Stärkung der angewandten Forschung an den früheren Fachhochschulen.

Kritisch sieht Meisel, dass "über zwei Drittel unserer Finanzen" aus Programmen von Land und Bund kommen, die zeitlich befristet sind: "Wir würden uns über eine sichere Finanzierung freuen." Auch die Raumsituation war Thema des Pressegesprächs. "Wir haben nicht so viel wie uns eigentlich zusteht“, machte Meisel deutlich. Zufrieden ist die Hochschule aber, dass der Neubau des Innovationszentrums für Kleine und Mittlere Unternehmen an der Willy-Brandt-Allee Ende des Sommersemesters abgeschlossen wurde. Hier ziehen das Institute of Materials and Processes und Fachlabore der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften ein. Das P-Ge­bäude an der Moltkestraße wird ab­gerissen. Es ist nicht sanierungsfähig. Ein Ersatzbau an anderer Stelle soll 2017 fertig sein. -res-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe