Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. Oktober 2014

Zoologischer Stadtgarten: Vier Ställe für Afrikanische Savanne

ALT WEICHT NEU: Im alten Hinterwälder-Stall des Zoos hatten Enten einen trockenen Unterschlupf. Das neue Heim gehört nur den Wasservögeln und wird zwei innen liegende Bassins haben.  Foto: Fränkle

ALT WEICHT NEU: Im alten Hinterwälder-Stall des Zoos hatten Enten einen trockenen Unterschlupf. Das neue Heim gehört nur den Wasservögeln und wird zwei innen liegende Bassins haben. Foto: Fränkle

PICKNICK IM ZOOLOGISCHEN STADTGARTEN: Insbesondere beim Familienausflug sind die neuen Sitzbänke begehrt. Foto: Fränkle

PICKNICK IM ZOOLOGISCHEN STADTGARTEN: Insbesondere beim Familienausflug sind die neuen Sitzbänke begehrt. Foto: Fränkle

 

Fertigstellung Frühsommer 2015 / Zoo-Diskussion kann Tierbestand noch beeinflussen

Größere, funktionalere Stallgebäude auf einer großen Anlagen für Gemeinschaftshaltung: Das ist Ziel für die Stallungen im Huftierbereich des Zoologischen Stadtgartens. Anfang Juli war Baubeginn.

Bis Frühsommer 2015 sollen die vier neuen Gebäude der Afrikanischen Savanne - das Straußenhaus, das Wasservogel-Haus und die beiden Ställe im derzeitigen Kamelgehege sowie am Standort des alten Banteng-Stalls entlang der Mauer zur Ettlinger Straße - für rund zwei Millionen Euro fertig sein. Den Häusern weichen die maroden, zwischen 1960 und 1967 erbauten Stallgebäude. Schon entfernt wurde der Banteng-Stall. Diese Woche ist der Abbruch des Hinterwälder-Stalls am Affensee dran. 

Mit der Entwicklung des Zoologischen Stadtgartens befasst sich Mitte Oktober ein Gemeinderatsforum. Zwar gehören die Huftierstallungen wie der Umbau des Tullabads zum Exotenhaus zu den laufenden Baumaßnahmen, die unabhängig von der Auseinandersetzung mit der inhaltlichen Ausrichtung des Zoologischen Stadt­gartens, Infrastruktur sowie Tierhaltung fortgeführt werden. Die Diskussion um den Zoo der Zukunft kann jedoch Einfluss auf den Tierbestand haben.

Derzeit leben die zwei Banteng im Oberwald. Die Tierart soll in Karlsruhe nicht weiter gehalten werden. Das in Südostasien beheimatete Wildrind wird im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) geführt. Die Banteng bleiben hier, bis der EEP-Koordinator Platz für sie gefunden hat.

Mit Zäunen vom Baugeschehen abgeschirmt sind die beiden Trampeltiere. Gleiches gilt für die drei Zebras. Sie sind  - wie die Elenantilopen - derzeit nicht zu sehen. Denn ein Sichtschutz verhindert, dass die sensiblen Tiere sich erschrecken, wenn der Bagger „direkt an ihren Nasen“ vorbei fährt.

Bereits gebaut wird am Straußenhaus, einem Anbau an das Giraffenhaus. Die beiden Hennen haben vorübergehend Unterschlupf bei den Watussi und Säbelantilopen in einem für sie abgetrennten Gehege-Teil erhalten. Ihr künftiges Heim hat fünf Boxen, weitere Artgenossen sollen sich dazu gesellen. Einblicke ins Haus erlauben drei Einsichtsscheiben.

Das neue Domizil für Blauflügel-, Mandarin- oder Büffelkopfente am Affensee hat zwei 14 und 18 Quadratmeter große Wasserbassins. In direkter Nachbarschaft zu den beiden Trampeltieren ist bereits die Hülle eines zentralen Stallgebäudes zu sehen. Der Stall hat vier Boxen, hinzu kommt das mit einer Brandschutzmauer versehene, 54 Quadratmeter große Heulager. Dies nimmt die großen Quaderballen auf. Die drei Kastanien im Kamelgehege bleiben erhalten.

Richtig Platz auch für die Jungtiere wird es im Stallgebäude entlang der Ettlinger Straße geben. Hier ist demnächst Baubeginn. Insgesamt 13 Boxen wird es haben, die wie in den anderen Neubauten durch Öffnen des Schiebers untereinander und zum Stallgang hin verbunden werden können. Im 21 auf 9 Meter großen Tierhaus ist eine Futterküche untergebracht.

Das Gebäude bekommt ein Vorgehege, das bei Eingewöhnung oder zum Separieren von Tiere genutzt werden kann. Direkt in den Außengehegen muss auch noch gearbeitet werden, um die Anlage für Gemeinschaftshaltung für Tiere und Zoogäste erlebbar zu machen. Zu Reagieren ist dabei letztlich auf die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner.

Picknickbänke sind beliebt

Sehr gut angenommen werden die Bänke, die der Zoo an mehreren Stellen aufgestellt hat. Entlang der Besucherwege, oft auch in Nischen auf weichem Rindenmulch unter Bäumen laden Sitzgruppen Groß und Klein zum Verweilen ein. -rie-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe