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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. Oktober 2014

Stadtbauforum: Städte in den Wechseljahren

Szenarien gegen Klimawandel

Das weltweite Klima hat sich in den letzten gut 130 Jahren um fast ein Grad erhöht. Das klingt zunächst einmal nicht sehr viel, ist aber, global betrachtet, ganz erheblich.

Wenn der Entwicklung nicht Einhalt geboten wird, dann rutscht Karlsruhes Klima soweit südlich, dass es auf der Höhe von Neapel anlangt. Städte wie Rom oder Madrid finden sich - verglichen mit dem heutigen Klima - in Nordafrika wieder.

Die Planer sind gesetzlich zur Reaktion verpflichtet, wie der Stuttgarter Stadtklimatiker Jürgen Baumüller beim Stadtbauforum „Coole Stadt in heißen Zeiten“ im Ständehaussaal darlegte. Die Städte seien in den Wechseljahren, meinte er. Um das Bild gleich wieder zu relativieren. Denn beim Menschen dauerten die Wechseljahre im Gegensatz zu Städten im Klimawandel einen überschaubaren Zeitraum.

Das Stadtplanungsamt hat die Herausforderung des Klimawandels angenommen. Ziel, so die stellvertretende Amtsleiterin Heike Dederer, sei es, eine stadtweite Gesamtkonzeption zu erstellen. Dabei helfen dem Planungsamt zwei Büros mit Erfahrungen auf dem Gebiet.

Dr. Björn Büter von der Hannoveraner GEO-NET Umweltconsulting-GmbH und Martin Berchtold vom Karlsruher Büro berchtoldkrass gaben bei dem Forum einen Werkstattbericht zum für Karlsruhe vorgesehenen Rahmenplan Klimaschutz. Der Gemeinderat hatte, so Bürgermeister Michael Obert bei seiner Begrüßung, im vorigen Jahr beschlossen, eine Anpassungsstrategie in Sachen Klima anzugehen.

Für diese Strategie hatten Büter und Berchtold Szenarien durchgespielt, ob der Alte Flugplatz bebaut oder Gebäude weggeräumt werden sollten, um den Grünzug Beiertheimer Feld mit dem Schlosspark grün zu verbinden. Sie empfahlen vor allem Begrünungen und Wassereinsätze, wo immer das möglich sei. Und am Beispiel der stark verdichteten Südweststadt zeigten sie, dass etwa Schatten spendende Bäume da und dort zur Abkühlung beitragen könnten. -erg-

 
 

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