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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. Oktober 2014

Gemeinderat: Mehrheit für höhere Kita-Beiträge

DER KITA-BESUCH ihrer Jungen und Mädchen kostet die Eltern künftig etwas mehr Geld. Foto: Fränkle

DER KITA-BESUCH ihrer Jungen und Mädchen kostet die Eltern künftig etwas mehr Geld. Foto: Fränkle

 

OB warnt vor Blockadehaltung bei sensiblem Thema

In der ewigen Debatte um Kita-Beiträge hat der Gemeinderat einer Erhöhung der Sätze für städtische Einrichtungen mehrheitlich zugestimmt. Durchschnittlich steigt damit das Benutzungsentgelt zum neuen Jahr um drei und 2016 um weitere drei Prozent.

Bürger, deren Kinder in der Kita essen, sollen sich zudem mit monatlich bis zu zehn Euro an den gestiegenen Verpflegungskosten beteiligen. Abgelehnt wurde eine Angleichung der Essensbeiträge für Dritt- und weitere Kinder.

OB Dr. Frank Mentrup hatte das Plenum zuvor ermahnt, keine Blockade beim Thema Beiträge auszuüben und gleichzeitig Fördermittel zu erwarten. Punkte, wie die dann einstimmig beschlossene Entwicklung eines Sprachbildungskonzeptes könne er sonst künftig nicht mehr abzeichnen. "Das kostet uns allein 700.000 Euro im Jahr, und irgendwie müssen wir die Mittel ja auch generieren."  Stadtrat Niko Fostiropoulos (Linke) meinte, dass genug - allerdings "in defizitäre Projekte geflossenes" - Geld vorhanden sei, um die Kita-Beiträge reduzieren oder besser abschaffen zu können wie Heilbronn.

Kostenfreiheit lehnte Stadträtin Renate Rastätter (GRÜNE) ab - "die Umsatzsteuerstärke Heilbronns haben wir nicht", eine Erhöhung aber auch. Sie sei plausibel begründet, ein Teil der Eltern würde jedoch massiv belastet. Dem entgegnete CDU-Stadträtin Bettina Meier-Augenstein: "Jedes Kind hat die Möglichkeit, eine Kita zu besuchen." Wer das nicht zahlen könne, werde adäquat unterstützt. Wie sie warnte Sozialdezernent Martin Lenz davor, die Schere zwischen den nur 19 städtischen und den 167 privat getragenen Kitas zu groß werden zu lassen. Stadträtin Yvette Melchien (SPD) betonte, es gelte, den Qualitätsanspruch und den Konsens aller Träger zu bewahren, moderate und abgestimmte Erhöhungen vorzunehmen. -mab-

 
 

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