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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. Oktober 2014

Planungsausschuss: Ein erstes Quartierskonzept für Alt-Rintheim

Sanierung von Altbauten

Den Zwischenbericht für das erste Quartierskonzept nahm der von Baudezernent Michael Obert geleitete Planungsausschuss zur Kenntnis. Er will abwarten, wie viele Rintheimer sich nun zur Sanierung ihrer Altbauten entscheiden.

Kommt das Konzept mit den 39 Maßnahmen an, können weitere etwa in Durlach-Aue folgen. Ziel ist nach dem Klimaschutzkonzept eine Verdoppelung der Sanierungsrate von einem auf zwei Prozent. Ermittelt werden Energieeinsparpotentiale wie die Stei­­­gerung der Effizienz im Gebäudebereich, der Einsatz von effizienter Wärmeversorgung sowie  Lösungen für den Einsatz erneuerbarer Energien und  klimagerechter Mobilität.

Dazu kommen die  Anpassung der stadträumlichen Strukturen an den Klimawandel und die Erschließung von individuellen Kohlendioxid-Min­de­rungspotentialen durch Überzeugungs- und Öffentlichkeitsarbeit Geeignet ist Alt-Rintheim, weil von seinen 389 Gebäuden die meisten vor 1960 errichtet wurden und hohen energetischen Sanierungsbedarf haben. 35 Prozent weisen teilweise erhebliche Mängel, sieben erhebliche und zwei Prozent substanzielle Mängel auf.

Die Potentialanalyse ergab, dass die älteren Gebäude einen Energiebedarf von 275 Kilowatt pro Stunde und Quadr­atmeter (kWh/m2) haben. Nach Sanierung wären noch 150 kWh/m2 notwendig. Von den Heizungsanlagen (zu 70 Prozent erdgasbetrieben)  sind 100  älter als 20 Jahre. Die meisten Gebäude eignen sich für Solarthermie  oder Fotovoltaik. Nach Umsetzung aller bautechnischen Maßnahmen könnten theoretisch 15. 000 kWh und damit 3.800 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Weitere Reduktionen wären durch den Ausbau von Nahwärmenetzen inklusive der Nutzung erneuerbarer Energien möglich.

Die federführende  Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK) bewertet die Fortsetzung der bereits angelaufenen Betreuung und Beratung der Eigentümer als entscheidend. 47 Prozent können sich eine energetische Sanierung vorstellen. Bisher nutzten 40 Eigentümer die kostenlose Erstberatung der KEK. Mit Hilfe der Kreditanstalt für Wiederaufbau soll für Umsetzung und Beratung ein Quartiersmanager eingestellt werden.  -cal-

 
 

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