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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. Oktober 2014

Planungsausschuss: Unfälle reduzieren

Zustimmung zum Verkehrssicherheitskonzept

Dem "lernenden" Verkehrssicherheitskonzept hat der Planungsausschuss grundsätzlich zugestimmt. Über Einzelmaßnahmen will Baudezernent Obert das Gremium auf dem Laufenden halten.

Anlass war ein im Jahre 2010 vom Land  festgestelltes Sicherheitsdefizit, speziell beim Radverkehr.  Das Konzept  schließt jedoch alle Verkehrsarten ein, da der Radverkehr nicht separat betrachtet werden kann. Ziel ist die Reduzierung von Unfällen mit Toten und Verletzten. Bis 2020 will die Stadt Unfälle mit Personenschaden um 15 Prozent  (von 1.222 auf 1.039) und mit Schwerverletzten um 25  Prozent  (von 229 auf 172) senken.

Jedes Jahr soll es zehn Unfallhäufungsstellen, von denen 110 existieren, weniger geben. Außerdem möchte die ämterübergreifende Arbeitsgruppe inklusive VBK und Polizeipräsidium, die das Konzept erarbeitet hat, das Verkehrsklima und die Akzeptanz von Verkehrsregeln verbessern. Bisher gingen die Unfallzahlen nominell nicht zurück, allerdings ist der Anteil des Radverkehrs in den letzten Jahren von 16 auf 25 Prozent gestiegen.

Mit 34,9 Prozent ist in Karlsruhe das Fahrrad das am häufigsten genutzte Verkehrsmittel, gefolgt von Straßenbahn und Bus mit 28,5 und Auto mit 26, 7 Prozent. Der Rest sind Fußgänger. Die Behörden von Stadt und Land wollen daher die Probleme systematisch  und im Zusammenwirken aller Maßnahmen angehen. Gebraucht werden dafür zusätzliche Mittel und weiteres Personal.

Vorgesehen ist beispielsweise  das Verfahren zur Bearbeitung von Unfallhäufungsstellen neu zu ordnen, konsequent Strecken und ihren Zustand zu kontrollieren oder die Kampagne "Kopf an  - Motor aus" in Richtung Sicherheit weiter zu entwickeln. Zur Analyse von Hauptunfallursachen soll eine Datenbank eingerichtet und  die Software "Visum Safety" eingesetzt sowie die Mobilitätsbildung intensiviert werden. Ob all diese Maßnahmen erfolgreich sind, wird im laufenden Prozess evaluiert. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse ist alle zwei Jahre vorgesehen. -cal-

 
 

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