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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 31. Oktober 2014

Fußballstadion im Wildpark: Das große Ganze im Blick

KEINE FRAGEN OFFEN ließen OB Dr. Mentrup (links) und Experten bei der Veranstaltung im Bürgerzentrum Südwerk. Foto Fränkle

KEINE FRAGEN OFFEN ließen OB Dr. Mentrup (links) und Experten bei der Veranstaltung im Bürgerzentrum Südwerk. Foto Fränkle

 

Verfahren für Bebauungsplan / Bisher keine Hindernisse für die Umsetzung des Masterplans zu erkennen

Rund 70 Bürgerinnen und Bürger nutzen in der letzten Woche die Möglichkeit, sich bei einer öffentlichen Veranstaltung im Bürgerzentrum Südwerk über das Verfahren zum Bebauungsplan „Fußballstadion im Wildpark" und das gesamten Bauvorhaben zu informieren und darüber zu diskutieren.

„Derzeit sind im Flächennutzungsplan lediglich die Stadionflächen als Sondergebiet Sport ausgewiesen", zeigte die Leiterin des Stadtplanungsamts Prof. Dr. Anke Karmann-Wössner auf, dass für die Umsetzung des Gesamtprojekts neben dem Bebauungsplan eine Waldumwandlungserklärung, ein raumordnerischer Vertrag und eine Änderung der Landschaftsschutzverordnung und des Flächennutzungsplan notwendig sind.

Daneben seien Grundstücksflächen vom Land zu erwerben und etwa sechs Hektar an Ersatzaufforstungs- und Ausgleichsflächen bereitzustellen. „Das Vorhaben ist aus derzeitiger Sicht grundsätzlich realisierbar", zog Norbert Hacker, der Leiter des Amts für Arbeits- und Umweltschutz, ein erstes Fazit aus den noch laufenden Untersuchungen in Sachen Natur- und Artenschutz. Zumal keine baulichen Maßnahmen in die angrenzenden Schutzgebiete vorgesehen seien.

„Der Bebauungsplan soll theoretisch die Umsetzung des Masterplans Neues Stadion ermöglichen, in dem vom Stadion selbst bis zum Nachwuchsleistungszentrum und einem möglichen Parkdeck auf dem Birkenparkplatz alles enthalten ist, was im Wildpark theoretisch denkbar ist. Das bedeutet nicht, dass dies auch zwingend gebaut wird", verdeutlichte OB Dr. Mentrup.

Breiten Raum in der Diskussion nahm das von Prof. Jan Riel vorgestellte Verkehrskonzept ein. Während einerseits Bedenken geäußert wurden, ob Einschränkungen beim Parken im Wald, die Verlegung des Gästebereichs in den Westen und die vorhandenen dezentralen Parkmöglichkeiten ausreichten, um die problemlose An- und Abreise der Fußballfans zu ermöglichen, sorge nach Ansicht von OB Dr. Mentrup das dezentrale Parksystem bereits jetzt für einen schnellen "Abfluss". Das werde mit einem Gesamtkonzept, in dem auch eine bessere  Ausleuchtung im Schlossgarten für die Fußgänger enthalten sei, noch verbessert.

Den Hinweis "vieles davon könne man jetzt schon umsetzen" nahm Mentrup gerne auf. Allerdings sei dabei koordiniertes Handeln notwendig, um nicht Dinge zu tun, die später zurückgenommen werden müssten.

Infos zum Bebauungsplan "Fußballstadion im Wildpark" gibt es im Internet unter www.karlsruhe.de/b3/bauen/bebauungsplanung/plaene/wildparkstadion. Im Rahmen des laufenden Beteiligungsverfahrens können dort auch bis zum 6. November Stellungnahmen abgegeben werden. -fis-

 
 

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