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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 31. Oktober 2014

Partnerschaften: Hilfe bei angespannter Politik

SAMOWAR ALS GASTGESCHENK: Krasnodar-OB Evlanov (links) übergab seinem Karlsruher Amtskollegen Mentrup ein traditionelles russisches Teebereitungsgefäß. Foto: Fränkle

SAMOWAR ALS GASTGESCHENK: Krasnodar-OB Evlanov (links) übergab seinem Karlsruher Amtskollegen Mentrup ein traditionelles russisches Teebereitungsgefäß. Foto: Fränkle

EMPFANG IM RATHAUS: DIE OBs Evlanov (links) und Mentrup mit Krasnodars Stadt-Duma-Vorsitzender Vera Galushko. Foto: Fränkle

EMPFANG IM RATHAUS: DIE OBs Evlanov (links) und Mentrup mit Krasnodars Stadt-Duma-Vorsitzender Vera Galushko. Foto: Fränkle

 

Krasnodar mit großem Stand auf der offerta / Samowar als Geschenk für OB Mentrup

Gerade in der augenblicklich angespannten geopolitischen Lage zwischen Russland und dem Westen ist es wichtig, auf unterer Ebene Kontakte zu halten. Besonders dafür geeignet sind Partnerschaften zwischen Kommunen und den Menschen in diesen Städten. Dies wurde am vorigen Wochenende immer wieder deutlich.

Einmal mehr bereichert die offerta ein großer Stand von Karlsruhes südrussischer Partnerstadt Krasnodar mit dortigen regionalen Produkten. Und abermals waren Stadtverwaltung und Wirtschaft aus Krasnodar mit einer großen Delegation unter Leitung von Oberbürgermeister Vladimir L. Evlanov zur Eröffnung des Standes zusammen mit Karlsruhes OB Dr. Frank Mentrup gekommen. Als Gastgeschenk hatten die russischen Besucher für Metrup einen Samowar im Gepäck.

Die russische Delegation war bereits Tage zuvor angereist, unter anderem, um ein Wirtschaftsgespräch bei der IHK zu führen, in dem weitere enge Kooperationen zwischen den regionalen Wirtschaften verabredet wurden.

Zwei Empfänge begleiteten den Besuch. Am Donnerstag begrüßte Mentrup die russischen Gäste offiziell im Rathaus im Namen der Stadt Karlsruhe. Er betonte, die Qualität einer Partnerschaft und Freundschaft zeige sich gerade in schwierigen Zeiten. Gerade dann müssten Brücken erhalten bleiben. Er erinnerte daran, dass nur wenige Wochen zuvor eine große Karlsruher Delegation in Krasnodar war, um den 221. Stadtgeburtstag mitzufeiern und zusammen mit einer Besuchergruppe aus der Freundschaftsgesellschaft die Beziehungen zwischen beiden Städten zu pflegen und auszubauen.

Evlanov antwortete, Volksdiplomatie eine die Völker. Die politische Situation sei nicht leicht. Dies werde aber keine Auswirkungen auf die Partnerschaft haben. Dieses sagte Evlanov auch tags darauf, als die Stadt Krasnodar ihrerseits im Palais Solms einen Empfang gab. Erster Bürgermeister Wolfram Jäger entgegnete, nur mit Dialog könne man einen Beitrag zum Frieden leisten.

Im Übrigen sei die Partnerschaft zwischen Karlsruhe und Krasnodar wohl die beste zwischen Städten beider Länder. Dies dokumentiere sich unter anderem dadurch, dass Karlsruhe im kommenden Jahr Gastgeber für ein Treffen aller deutsch-russischen Städtepartnerschaften sei und Krasnodar ein Jahr später ebenso. Die Treffen finden im Wechsel in Deutschland und Russland statt. -erg-

 
 

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