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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 31. Oktober 2014

Schulbeirat: Wie Schule entwickeln?

Vorstand des Stadtschülerrats stellte sich im Gremium vor

Im Schulbeirat präsentierten am 22. Oktober Mitglieder des Stadtschülerrats ihre Aufgaben und Vorstellungen. Außerdem befasste sich das Gremium unter Leitung von Bürgermeister Martin Lenz mit der regionalen Schulentwicklung.

Tosca Schwehn und Max Wolf, (beide auch als sachkundige Einwohner neu im Schulbeirat) sowie Linda Rudolph vom Vorstand des im April gegründeten Gesamtschülerrats kündigten an, im Schulbeirat Stellung zu beziehen, sich zu engagieren und so politisch mitbestimmen zu wollen. Sie möchten auch Vorschläge für die Tagesordnung einbringen.

Die Mitglieder aller Fraktionen sowie Bürgermeister Lenz  freuten sich über "den spürbar frischen Wind" und luden die Schülerinnen und Schüler ausdrücklich zur Zusammenarbeit ein. Der Stadtschülerrat vertritt Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen aus dem Stadtgebiet Karlsruhe und der Region.

Über Vorstandstreffen, zwei jährliche Vollversammlungen, Homepage (noch im Aufbau) sowie soziale Medien tauschen sich die Schülersprecher aus. Neu ist, dass der Stadtschülerrat nun das Recht hat, die Schülervertretungen für den Schulbeirat vorzuschlagen. Bisher taten das die geschäftsführenden Schulleitungen. Der Schülerrat hat ein Budget von 2.000 Euro.

Die regionale Schulentwicklung für weiterführende Schulen samt beruflicher, Sonder- und Privatschulen ist für die Stadt und den Schulbeirat in den nächsten Jahren ein zentrales Thema. Hierfür gibt es seit 2013 Eckpunkte der Landesregierung, die der Schulbeirat zur Kenntnis nahm.

Die Schulentwicklung  bezieht sich nicht auf die Grundschulen, für die weiter gilt "Kurze Beine, kurze Wege". Die zwei Hauptziele der Schulentwicklung, die nun Schulgesetz ist, sind: allen Kindern und Jugendlichen in zumutbarer Entfernung einen Bildungsabschluss zu ermöglichen und stabile, zweizügige Standorte, also mit zwei Eingangsklassen zu sichern.

Handlungsbedarf ergibt sich aus dem veränderten Übergangsverhalten auf weiterführende Schulen, der Bevölkerungsentwicklung und der veränderten Schullandschaft. So gibt es für die Werkrealschulen so wenige Anmeldungen, dass manche Standorte kaum noch zu halten sind. Bei bestehenden Schulen müssen mindestens 16 Lernende in der Eingangsklasse sein, sofern nicht ein entsprechender Bildungsabschluss in der Nähe angeboten wird. Um das zu sichern, gibt es ein  Dialog- und Beteiligungsverfahren zwischen Land und Schulträgern mit einem Regel- und Hinweisverfahren. Aus dem Schulbeirat kam zudem die Bitte, Kinder, die in Realschule und Gymnasium überfordert sind, zu unterstützen. -cal-

 
 

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