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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. November 2014

Kombilösung: Über großes „U“ durch Kriegsstraße

SCHAUPLATZ MARKTPLATZ: Im Herzen der City sind die Arbeiten für die Kombilösung weiterhin in vollem Gange. Derzeit stellen beauftragte Firmen eine so genannte Sauberkeitsschicht her. Foto: Fränkle

SCHAUPLATZ MARKTPLATZ: Im Herzen der City sind die Arbeiten für die Kombilösung weiterhin in vollem Gange. Derzeit stellen beauftragte Firmen eine so genannte Sauberkeitsschicht her. Foto: Fränkle

MESSSYSTEM: Auf Kaiserstraße kommen Extensometer in den Boden. Foto: Fränkle

MESSSYSTEM: Auf Kaiserstraße kommen Extensometer in den Boden. Foto: Fränkle

 

Im Stadtbild zeigen sich weitere Fortschritte beim Bau der Kombilösung / Nächste Woche nimmt neue barrierefreie Haltestelle am Europaplatz ihren Betrieb auf

Das Anschlagsfest für die Tunnelvortriebmaschine setzte vor kurzem einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Kombilösung. Am Durlacher Tor, von dem aus sich der riesige Bohrer unter der Kaiserstraße hindurch frisst, aber auch an anderen Stellen der Innenstadt sind die Fortschritte beim Bau des Jahrhundertprojekts deutlich abzulesen.

Bevor sich die 80 Meter lange Tunnelbohrmaschine auf ihren zwei Kilometer langen Weg unter der Kaiserstraße macht und bis nächsten Sommer bis zum Mühlburger Tor die Röhre für die Bahnen verlegt, steht in diesen Tagen zunächst der Bau des Schallschutzes für die Anwohner auf dem Programm. Die dazu notwendige Einhausung der Separieranlage am Durlacher Tor ist derzeit in vollem Gange.

Extensometer messen Auswirkungen der Tunnelbohrung

Und wenn die Tunnelvortriebsmaschine danach auf ihre rund neun Monate dauernde Mission geht und dabei mit ihrem im Durchmesser 9,3 Meter großen Schneidrad insgesamt 127.000 Kubikmeter Sand und Kies ans Tageslicht befördert, halten so genannte Extensometer die Verantwortlichen immer genau über die möglichen Auswirkungen der Buddelei im Untergrund auf dem Laufenden. Ein Großteil dieses Messsystems steht schon, in diesen Wochen bringen die beauftragten Firmen zwischen dem Marktplatz und dem Kaiserplatz die restlichen Extensometer in den Boden.

Auch am Europlatz schlagen die Kombibauer in der nächsten Woche ein neues Kapitel im Karlsruher ÖPNV auf. Ab Dienstag, 11. November, können auch dort Fahrgäste ohne Stufen in Straßenbahnen einsteigen. Die Verkehrsbetriebe nehmen dann in den Morgenstunden am alten Standort die neue barrierefreie Haltestelle in Betrieb.

Rege Bautätigkeit um verschalte Pyramide

Einige hundert Meter weiter östlich am Marktplatz behrrrscht rund um die verschalte Pyramide nach wie vor rege Bautätigkeit die Szenerie. Im Herzen der City entsteht nach und nach das mächtige Bauwerk, das unterirdisch den Anschluss von Kaiserstraße und Südabzweig herstellt. Wie die Karlsruher Schieneninfrastruktur Gesellschaft (KASIG) mitteilt, stellen die Kombibauer derzeit auf dem nördlichen Teil des Marktplatzes eine Sauberkeitsschicht her. Die dient dann als Grundlage für die Betonage des Teildeckels der dortigen Haltestelle.

Am Ettlinger Tor heißt es jetzt von der alten Unterführung der Kriegsstraße Abschied zu nehmen. Am Montag, 10. November, wird das Bauwerk aus den 50er-Jahren endgültig gesperrt. Danach steht der Abbruch an, damit an gleicher Stelle das geplante Kombi-Bauwerk aus dem Boden wachsen kann. Der Autoverkehr in der Kriegsstraße fließt an dieser Stelle in der nächsten Zeit oberirdisch. Seit dem gestrigen Donnerstag (6. November) rollen die Fahrzeuge über das große Umfahrungs-„U“. -trö-

 
 

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