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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. November 2014

Stadtentwicklung: Karten zeigen Werden und Wandel

BLICK VON VERGANGENHEIT BIS ZUKUNFT: Dr. Ernst Otto Bräunche, OB Dr. Frank Mentrup, Prof. Dr. Caroline Kramer und Hejo Emons (von links) stellten im ZKM den „Karlsruhe Atlas“ vor. Foto: Fränkle

BLICK VON VERGANGENHEIT BIS ZUKUNFT: Dr. Ernst Otto Bräunche, OB Dr. Frank Mentrup, Prof. Dr. Caroline Kramer und Hejo Emons (von links) stellten im ZKM den „Karlsruhe Atlas“ vor. Foto: Fränkle

TATORT KARLSRUHE: Das Werk informiert auch über ungewöhnliche Schauplätze, etwa über Handlungsräume lokaler Krimis. Karte: Susanne Wolf

TATORT KARLSRUHE: Das Werk informiert auch über ungewöhnliche Schauplätze, etwa über Handlungsräume lokaler Krimis. Karte: Susanne Wolf

 

Der neu erschienene „Atlas Karlsruhe“ beleuchtet vielfältige Facetten der Fächerstadt

Das 240 Seiten starke Werk bringt über vier Pfund auf die Waage. Ein Schwergewicht, jedoch nicht nur von außen betrachtet: Der „Atlas Karlsruhe“, den der Kölner Emons Verlag zum 300. Stadtgeburtstag vorlegte, hat vor allem zwischen seinen Buchdeckeln jede Menge zu bieten.

Im Innenleben des Neulings bieten die Herausgeber Ernst Otto Bräunche, Caroline Kramer, Peter Ludäscher, Dorothea Wiktorin und Angelika Zibat ein buntes Kaleidoskop vom Werden und Wandel der Fächerstadt. In kleinen Kapiteln von zwei bis vier Seiten beleuchten 70 Autoren aus verschiedenen Fachrichtungen, gewürzt mit historischen Abbildungen aus dem Fundus des Stadtarchivs oder aktuellen Aufnahmen von Monika Müller-Gmelin, das Stadtgeschehen aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Die Texte und Fotos zu Kultur, Bildung, Wirtschaft, Umwelt, sozialen Aspekten, Flora und Fauna oder zum Sport sind allerdings „nur“ erklärendes und schmückendes Beiwerk zu den Karten des Bands. Die übersichtlichen, intelligent und mit Witz aufbereiteten Grafiken des Standardwerks zum Stadtjubiläum zeigen eindrucksvoll den Weg des Lachses in der Alb, Standorte einstiger Industriegebiete, die aktuelle Hochschullandschaft, den Altersaufbau der Bevölkerung oder den Sitz von Gerichten und Behörden.

Die Karte mit den Stadien und Plätzen Karlsruher Fußballvereine und historischen Sportstätten sei seine „Lieblingsgrafik“, bekannte OB Dr. Frank Mentrup, als er vor kurzem im ZKM zusammen mit den Herausgebern den von der Kulturstiftung der Sparkasse unterstützten Atlas vorstellte. „Jeder findet in dem Buch etwas, das er noch nicht wusste“, outete sich dabei  Mentrup „als Mann der Karte“ und machte neugierig „auf das ehrenamtliche Projekt mit hervorragenden Ergebnissen“. Für Dr. Caroline Kramer sind Karten auch im digitalen Zeitalter alles andere als ein Auslaufmodell. „In einer Welt, die immer flüchtiger wird, ist raumbezogenes Wissen wichtig“, unterstrich die Professorin für Humangeografie am KIT.

Den „Atlas Karlsruhe - 300 Jahre Stadtgeschichte in Karten und Bildern“, von Ernst Otto Bräunche, Caroline Kramer, Peter Ludäscher, Angelika Zibat und Dorothea Wiktorin herausgegeben und im Emons Verlag Köln erschienen, gibt es für 49, 95 Euro im Buchhandel. -trö-

 
 

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