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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. November 2014

Stimmen aus dem Gemeinderat: Kult: Wildparkstadion: Mehr geht nicht

Kult-Stadtrat Dr. Eberhard Fischer

Kult-Stadtrat Dr. Eberhard Fischer

 

Am 21. Oktober gab der Gemeinderat einschließlich KULT-Fraktion seinen grundsätzlichen Segen zu einem Kompromiss; einem Kompromiss zwischen Wünschen (des KSC) und Wirklichkeit (Kasse des Vereins). Austariert wurden die Vorstellungen des Profisports, der Fans und der Steuerzahler. Eine Summe von 63,5 Millionen steckt hinter der Pachtberechnung.

Das sind nur die Investitionen in bauliche Anlagen, mit denen der Verein Einnahmen erzielen kann. Und nur in der ersten Liga deckt die Pacht die Kosten. Die gesamte „Infrastruktur“, also Außenflächen, Parken, Ersatztrainingsplätze, technische Anschlüsse etc., übernimmt zudem die Stadt. Mehr geht nicht.

Die KULT-Fraktion steht fest hinter den Randbedingungen des Pakets. Etwa dem Kostendeckel von 60 Millionen für den Stadionbaukörper; wenn Wettbewerb und Kostenprüfung zeigen, dass sich dafür kein funktionales Stadion bauen lässt – dann nicht. Beispiel 2: Wenn der KSC erneut mit teuren Sonderwünschen kommt oder die vertragliche Regelung, die Pacht vorrangig bedienen zu müssen, kippen will – dann nicht. Drittens: Wenn der heutige Stadionwall doch teuer entsorgt werden muss oder wenn das Zusatzgelände nicht zu bekommen ist – dann leider nicht. Auch wenn die Alternative „Erhalt des alten Stadions“ sich nicht prickelnd anfühlt.

Wir weisen zudem auf ein häufiges Missverständnis hin: „Multifunktionalität“ heißt nicht, dass das Stadion regelmäßig Open-Air-Konzerte erlebt. Veranstaltungen außerhalb des Fußballs sind vor allem Business-Events in VIP-Bereichen und Tagungsräumen. Diese Angebote im Stadion stehen übrigens in Konkurrenz zum städtischen Kongresszentrum. Fazit: Die weiteren Projektschritte bergen mehr Risiken als Chancen. Das sollte jedem bewusst sein – denn mehr geht nicht.

Dr. Eberhard Fischer

KULT-Fraktion

 
 

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