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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. November 2014

Stimmen aus dem Gemeinderat: SPD: Entscheidung für Karlsruhe

SPD-Stadtrat Dr. Raphael Fechler

SPD-Stadtrat Dr. Raphael Fechler

 

In seiner letzten Sitzung stimmte der Gemeinderat dem Neubau des Wildparkstadions zu. Das Votum ist ein Wendepunkt im jahrzehntelangen Karlsruher Stadion-Streit. OB Frank Mentrup brachte das Projekt Wildparkstadion wieder auf die Erfolgsspur.

Im Dialog mit Verein, Fans und Bürgern hatte der OB die Entscheidung ausgezeichnet vorbereitet. Bereits im Frühjahr fällte der Gemeinderat eine Grundsatzentscheidung für den Standort Wildpark. Nun folgte der zweite Schritt, das Bekenntnis des Gemeinderats zu einem kompletten Neubau des Stadions. Die Untersuchungen der Stadt zeigen deutlich: Eine Sanierung des maroden Wildparkstadions würde bis zu 70 Millionen Euro kosten ohne dauerhaft zu einer tragfähigen Ertüchtigung des vorhandenen Stadions zu führen, um über den KSC als Hauptpächter hinreichende Pachteinnahmen zur Refinanzierung zu generieren. Denn das Projekt ist nur tragfähig, wenn der Hauptmieter Karlsruher SC dauerhaft zusätzliche Einnahmen erzielen kann. Allein mit einem Neubau des Stadions werden genügend Plätze im Hospitality-Bereich geschaffen, damit der KSC neue Partner aus der Wirtschaft und damit neue Einnahmen gewinnen kann. Eine Sanierung wäre dagegen nur teures Stückwerk.

Stadt muss Mietsache "Stadion" in gutem Zustand halten

Den Gegnern des Neubaus - AfD, Grüne und Linke -  bleiben eigentlich keine rationalen Argumente mehr. Der oft vorgetragene Hinweis, das Stadion sei „keine Aufgabe der Stadt", geht übrigens an der Realität vorbei. Schließlich ist die Stadt bereits jetzt Eigentümerin des bestehenden Stadions. Wie jeder andere Vermieter auch muss die Stadt die Mietsache in einem guten Zustand halten. Auch die immer wiederkehrenden Versuche der Gegner, die Menschen in der Stadionfrage gegeneinander aufzuwiegeln, weist die SPD-Fraktion zurück.

Karlsruhe muss und kann gleichermaßen in Infrastruktur, Kultur und Soziales investieren. Bis zum Frühjahr 2015 wird die Stadtverwaltung nun mit dem KSC die Verträge für das neue Stadion unter Dach und Fach bringen müssen. Erst dann kann es endgültig grünes Licht für den Stadionbau geben.

Die SPD-Fraktion wird weiter darauf achten, dass Öffentlichkeit und KSC-Fans an den Planungen beteiligt werden. So hat sich der KSC-Fandachverband „Supporters Karlsruhe" bisher vorbildlich eingebracht. Der neue Wildpark kann zu einer Botschaft des Aufbruchs für ganz Karlsruhe werden. Ein Bekenntnis zum Profifußball in unserer Stadt und das Signal an die regionale Wirtschaft, sich künftig noch stärker für den KSC zu engagieren. Das Votum des Gemeinderats bedeutet damit mehr als den Bau des Stadions. Es ist eine Entscheidung für unsere Stadt und die Zukunft des Profifußballs in Karlsruhe.

Dr. Raphael Fechler

SPD-Stadtrat

 
 

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