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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. November 2014

Zoologischer Stadtgarten: Exotenhaus nimmt Gestalt an

DAS EXOTENHAUS wird ein kleiner Dschungel im Zoo. Die ersten Bäume sind schon dort. Die Tiere kommen nach. Foto: Fränkle

DAS EXOTENHAUS wird ein kleiner Dschungel im Zoo. Die ersten Bäume sind schon dort. Die Tiere kommen nach. Foto: Fränkle

 

Umbau des Tullabads macht Fortschritte / Die ersten Pflanzen sind vor Ort / Tiere sollen im Frühjahr folgen

Das Exotenhaus nimmt immer mehr Gestalt an. Vor kurzem begann die Bepflanzung. 30 Großbäume wie der Buddhabaum, die Kentia-Palme, die Astonia Scholaris oder die Veitchia Palme und viele kleinere Pflanzen, etwa Farne oder Moospflanzen ziehen bis Jahresende in das ehemalige Tullabad.

Etwas Besonderes stellen laut dem Landschaftsarchitekten Georg Heinemann eine Gruppe von urzeitlichen Dixonien dar. „Das sieht schon spektakulär aus“, so Heinemann. „Im Frühjahr ziehen dann die Tiere hier ein. An ihrer Eingewöhnungszeit wird dann die Eröffnung abhängen. Der Zeitplan ist aber im Rahmen“, freute sich der Projektbeauftragte Oliver Sternagel. Die Kosten hingegen seien durch eine Asbest- und Betonsanierung gestiegen und lägen jetzt leicht über den geplanten 18,5 Millionen, so Angela Gotzmann vom Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft.

„Es ist ein spannendes Projekt. Die größte Herausforderung war die Bautechnik. Wir bauen hier in ein ehemaliges Schwimmbad eine Landschaft mit fließendem Wasser und die Voraussetzungen für Pflanzen und Tiere müssen stimmen“, sagte Heinemann. „Es ist sensationell, was für eine Zweitverwertung ein altes Bad, mit dem man nichts anzufangen wusste, bekommt. So bleibt das Tullabad den Karlsruhern erhalten“, zeigte sich Sternagel begeistert.

Neben der Haupthalle, in der sich Tiere wie Vögel und Affen frei bewegen können, wird es laut dem kommissarischen Zoodirektor Dr. Clemens Becker noch drei große Volieren und mehrere Aquarien und Terrarien geben. Darin sollen unter anderem Affen, Vögel, Piranhas, Schildkröten, Krokodile und Echsen leben. Etwas Spezielles ist die begehbare Fledermaushöhle, in der die Tiere um die Besucherinnen und Besucher herum fliegen. Das Faultier bekommt eine eigene Straße an der Decke, die bis zur Galerie reichen soll, damit es besonders nah zu den Besuchern kommen kann. „Es gibt kein kontinentales Motto, die Tiere und Pflanzen kommen aus der ganzen Welt, solange sie einen feuchten Lebensraum haben“, betonte Becker. Außerdem sei das gesamte Haus Rollstuhlgerecht.

Trotz der exotischen Pflanzen und Tiere brauche sich aber niemand Sorgen über ein zu feuchtes und warmes Klima zu machen. „Im Winter werden wir um die 22 Grad haben. Für den Karlsruher Sommer gebe ich aber keine Prognosen ab“, scherzte Clemens Becker. -jäm-

 
 

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