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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. November 2014

Bäderausschuss: Bei Bädern alles klar

WEITERHIN KOSTENLOS ist der öffentliche Schwimmbetrieb im Grötzinger Hallenbad. Das hat der Bäderausschuss beschlossen. Foto Fränkle

WEITERHIN KOSTENLOS ist der öffentliche Schwimmbetrieb im Grötzinger Hallenbad. Das hat der Bäderausschuss beschlossen. Foto Fränkle

 

Flaggschiff Europabad sorgt für insgesamt gute Bilanz

Die erste Sitzung des neugebildeten Bäderausschusses in der letzten Woche wertete Bürgermeister Martin Lenz als „historischen Tag" für die Karlsruher Bäderpolitik.

„Das Karlsruher Bäderkonzept ist eindeutig aufgegangen", wies Lenz auf ein "einzigartiges Gesamtangebot" hin, bei dem jedes einzelne Bad ein eigenes Profil aufzuweisen habe, und bei dem es durch das „Flaggschiff Europabad" gelungen sei, mit einem zwischen fünf und sechs Millionen Euro liegenden jährlichen städtischen Zuschuss zum operativen Betrieb für alle Bäder auszukommen. Im letzten Jahr waren es nur 4,85 Millionen Euro, sprach Bäderchef Oliver Sternagel von einem „sensationellen Ergebnis", für das insgesamt rund 1,7 Millionen Badegäste sorgten.

Für die Nutzung des Hallenbads Grötzingen werden weiterhin nur die Schulen und Vereine zur Kasse gebeten. Für den allgemeinen öffentlichen Betrieb von derzeit 12,5 Stunden wöchentlich bleibt es 2015 und 2016 beim „kostenlosen Schwimmen", wie es seit September 2013 auf Probe eingeführt wurde und einen jährlichen Mehrverlust von rund 20.000 Euro erwarten lässt. Das beschloss der Bäderausschuss, wobei sich nur die CDU-Stadträte enthielten. „Wir sind grundsätzlich dafür, aber für eine Entscheidung bräuchte ich mehr Infos", hatte Detlef Hofmann (CDU) auch „im Sinne der Gleichbehandlung der anderen Bäder" für weitere Vorberatung und Vertagung plädiert.

„Das ist eine sinnvolle und gute Sache", schloss sich Hans Pfalzgraf (SPD) dem Vorschlag der Bäderbetriebe an wie auch Karl-Heinz Jooß (FDP). Von einer sozialen Maßnahme „für Leute, die sich sonst kein Bad leisten können", sprach Michael Borner (GRÜNE). „Personal einstellen oder einen Kassenautomat kaufen kommt teurer", äußerte sich Nico Fostiropoulos (Linke) und auch Dr. Eberhard Fischer (KULT) empfahl, zumindest für 2015 und 2016 „den Weg weiterzugehen“.

Dabei sollten mögliche Auswirkungen auf andere Bäder im Blick behalten werden, wofür sich auch Renate Rastätter (GRÜNE) und Bernhard Marc (AfD) aussprachen. „Pro Jahr hatten wir bei freiem Eintritt etwa 4.000 Besucher mehr als zuvor und wir werden die nächsten zwei Jahre als Beobachtungsphase nutzen", versicherte Bürgermeister Lenz. -fis-

 
 

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