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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. November 2014

Gemeinderat: Auf verschiedenen Wegen zum Ziel

 

Im Plenum unterschiedliche Schwerpunkte bei „Herkulesaufgabe“ bezahlbarer Wohnraum

Im Ziel, die „Herkulesaufgabe bezahlbarer Wohnraum“ zu bewältigen, so CDU-Fraktionschef Tilman Pfannkuch, war sich das Plenum in der Debatte zu KaWoF und KAI einig. Dem vor allem durch das Bevölkerungswachstum immer drängender werdenden Problem wollten die Fraktionen allerdings mit unterschiedlichen Mitteln begegnen.

Pfannkuch zeigte sich für die CDU darüber enttäuscht, dass es nicht gelungen sei, bei KaWoF neben der Volkswohnung „andere große Bauträger mit ins Boot zu holen“. Er mahnte eine „Unterstützungskultur für schwierige Wohnraumentwicklung“ an und forderte gleichzeitig, „Wohnraumförderung regional zu denken“. Es gehe jetzt darum, mit dem Umland zu verhandeln. Pfannkuch: „Innenentwicklung ja, aber ohne Flächenreserven der Region lösen wir das Problem nicht.“

SPD-Fraktionschef Parsa Marvi unterstrich dagegen die „positiven Effekte der Programme“, die bald zu „nachhaltigen Erfolgen“ führten. Die Zwischenbilanz von KaWoF und KAI könne „sich sehen lassen“. Bei der Wohnraumförderung durch die grün-rote Landesregierung als „Hebeleffekt“ und das „Draufsatteln“ der Stadt hätten Mietwohnungen „erstmals wieder richtigen Stellenwert“. Die Volkswohnung habe derzeit, so Marvi, „Vorbildfunktion“.

GRÜNE-Fraktionschefin Bettina Lisbach  zog „eine durchwachsene Bilanz“. Karlsruhe habe zwar „die richtigen Instrumente gewählt“, durchschlagende Erfolge seien allerdings noch nicht zu erkennen. In Zukunft müssten Baugenossenschaften und Wohngruppen eingebunden werden. Lisbach: „Weitere große Aufgabe ist, die Suche, nach Innenflächen zu intensivieren“.

Für Stadtrat Uwe Lancier (KULT) waren KaWoF und KAI „Schritte in die richtige Richtung“, Stadtrat Karl-Heinz Jooß (FDP) wollte hingegen mangels Flächen in Karlsruhe „auch im Speckgürtel Mehrgeschosswohnungen bauen“. AfD-Stadtrat Marc Bernhard plädierte dafür, in sechs Monaten weitere Bilanz zu ziehen und „bei Misserfolg die Programme zu beenden“. Stadtrat Friedemann Kalmbach (GfK) forderte dagegen „Kreativität im Sinne des Räumlichen Leitbilds 2020“. Stadtrat Niko Fostiropulos (Linke) sprach sich dafür aus „30 Millionen für Wohnbauförderung in die Hand zu nehmen“, Stadtrat Jürgen Wenzel (FW) warb für „Aufklärung bei privaten Investoren“. -trö-

 
 

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