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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. November 2014

Gemeinderat: Ersatzbrücke die Lösung?

OB EIN BRÜCKENNEUBAU am alten Standort für eine "leistungsfähige Rheinquerung" ausreicht, sollen Bund und Land neu prüfen. Foto Fränkle

OB EIN BRÜCKENNEUBAU am alten Standort für eine "leistungsfähige Rheinquerung" ausreicht, sollen Bund und Land neu prüfen. Foto Fränkle

 

Prüfauftrag für Alternative zu zweitem Rheinübergang

Könnte ein Neubau der Rheinbrücke mit zwei Brückenhälften als Ersatz der vorhandenen Rheinquerung den zweiten Rheinübergangs überflüssig machen? OB Dr. Mentrup soll sich bei Bund und Land dafür einsetzen, dass dies geprüft wird.

Mit 26 Ja-, 14 Nein-Stimmen und 5 Enthaltungen folgte der Gemeinderat dem gemeinsamen Antrag von SPD, Grünen, KULT und Linken. Der Antrag der AfD-Stadträte Marc Bernhard und Dr. Paul Schmidt, in die Prüfung auch eine Verlegung des sogenannten Pförtners zum Ölkreuz und den Bau einer nördlich von Knielingen zwischen Ölkreuz und B36 verlaufenden Entlastungsstraße aufzunehmen, wurde mit 42 Nein-, bei 3 Ja-Stimmen abgelehnt.

Eine „gutachterliche, neutrale Betrachtung dieser ernstzunehmenden Option" forderte GRÜNE-Fraktionsvorsitzende Bettina Lisbach. „Dies wird bereits im laufenden Planfeststellungverfahren für den Bau einer zweiten Rheinbrücke geprüft", warnten CDU-Fraktionsvorsitzender Tilman Pfannkuch und Bettina Meier Augenstein (CDU) davor, mit „bewusstem Verzögern" falsche Hoffnungen zu wecken. "Wir sollten die Probleme nicht verdrängen" hält FDP-Fraktionsvorsitzender Thomas H. Hock „wie alle unsere Nachbarn" den Bau einer zweiten Rheinbrücke weiter für notwendig.

Dagegen ist für die SPD-Stadträte Michael Zeh und Dr. Raphael Fechler eine Ersatzbrücke eine „zeitnahe und wirtschaftlich alternativlose Lösung", die nach Auffassung von Dr. Eberhard Fischer (KULT) auch keine „utopische Lösung für Betriebe und Pendler" ist. „Der Verkehr wird damit nicht flüssiger" äußerte Friedemann Kalmbach (GfK) Bedenken und Niko Fostiropoulos (Linke) hält eine ergänzende Studie „zu möglichen Frequenzerhöhungen auf der Eisenbahnbrücke" für notwendig.

„Die derzeitige Planung für eine zweite Rheinbrücke blockiert weitere Diskussionen. Der Bund sieht die Notwendigkeit einer Kapazitätserhöhung, Karlsruhe kann aber nicht mehr Verkehr aufnehmen", ist für OB Dr. Mentrup auch nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens im Sommer 2015 „keine Lösung in Sicht". Damit führe die Prüfung einer Ersatzbrücke auch zu keinen Verzögerungen. -fis-

 
 

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