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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. November 2014

Bebauungsplan "Einrichtungskaufhaus am Weinweg": IKEA will bereits im Herbst 2017 eröffnen

WIE IKEA AUSSEHEN WIRD entscheidet ein Architekturwettbewerb. Hier eine Skizze mit der Zufahrt Durlacher Allee. Foto IKEA

WIE IKEA AUSSEHEN WIRD entscheidet ein Architekturwettbewerb. Hier eine Skizze mit der Zufahrt Durlacher Allee. Foto IKEA

 

OB Dr. Mentrup: Ansiedlung wie ein Sechser im Lotto

Das Bebauungsplanverfahren für die Ansiedlung von IKEA läuft. Am Dienstag, 19. November hatten Bürgerinnen und Bürger im Lichthof des Badischen Gemeindeversicherungsverbandes im Rahmen einer "frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit" Gelegenheit, sich zu informieren und sich zu den Plänen zu äußern.

„Je früher wir ins Gespräch kommen, desto bessere Ergebnisse wird es geben", machte OB Dr. Mentrup deutlich, warum ihm die Beteiligung der Öffentlichkeit besonders am Herzen liege. Schließlich erfordere das drei Hektar große Grundstück Lösungen, die von der „bekannt blau-gelben Gebäudekubatur mit ausgedehnten Parkplatzflächen" abweichen. Gefragt sei ein Ineinander und Übereinander, ein innovatives Mobilitätskonzept und ein hoher architektonischer Anspruch als Beitrag zum repräsentativen Stadtbild. Der Investor habe bereits zugesagt, einen Fassadenwettbewerb mit mehren Architekturbüros durchzuführen.

„IKEA hat neue Formate für kleinere Grundstücke entwickelt", sieht IKEA-Projektleiterin Nicole Schaffelder das Grundstück am Weinweg wegen der Nähe zur City und zur Autobahn sowie der Anbindung an ÖPNV und Radwegenetz als idealen Standort. Für 80 Millionen Euro soll ein maximal 28 Meter hohes Einrichtungshaus mit einer Verkaufsfläche von 25.500 Quadratmetern, 1.500 Parkplätze errichtet werden. Die jährlich erwarteten 2,3 Millionen Besucher werden von rund 200 Beschäftigten bedient.

Vor allem um den Autoverkehr sorgten sich die anwesenden Bürger. „Den Mehrverkehr nehmen die Straßen auf", wies Stefan Wammetsberger vom Ingenieurbüro Koehler und Leutwein auf eine erste Verkehrsstudie hin. Dabei gehe man von einem täglichen Zusatzverkehr von bis zu 4.400 Fahrezugen an Werktagen, 5.000 an Freitagen und 7.100 an Samstagen aus. „Das sind Höchstbelastungswerte, wobei auch das EnBW-Parkhaus berücksichtigt ist, das in das IKEA-Vorhaben integriert wird, also muss es auch funktionieren, wenn ein bessere Radwegeanbindung und eine höhere ÖPNV-Nutzung den Verkehr senken", sah der Verkehrsexperte keine Gefahr, dass die Durlacher Allee überfordert werde.

„Die Ansiedlung an diesem Standort ist wie ein Sechser im Lotto" ging OB Dr. Mentrup auf Zweifel ein, ob ein Bau auf der grünen Wiese nicht besser sei. Schließlich werde eine versiegelte, ehemalige Deponiefläche genutzt, die positive Auswirkungen für den Einzelhandel und die Karlsruher Kunden erbringe. „IKEA wird an die Stadt Steuern zahlen, die im siebenstelligen Bereich liegen", zerstreute IKEA-Sprecherin Simone Settergren auch Bedenken einer Bürgerin, das Unternehmen bringe der Stadt keine Einnahmen.

Informationen zum Bebauungsplan "Einrichtungskaufhaus am Weinweg" gibt es im Internet unter: www.karlsruhe.de/b3/bauen/bebauungsplanung/plaene/weinweg_ikea.de. Im laufenden Beteiligungsverfahren können dort bis 9. Dezember Stellungnahmen abgegeben werden. -fis-

 
 

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