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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. November 2014

Gemeinderat: Multimodal besser ankommen

ZUR BAHN MIT AUTO ODER RAD: Vernetzungen wie Park and Ride, etwa am Kühlen Krug, sollen nach Möglichkeit weiter zunehmen. Foto: Fränkle

ZUR BAHN MIT AUTO ODER RAD: Vernetzungen wie Park and Ride, etwa am Kühlen Krug, sollen nach Möglichkeit weiter zunehmen. Foto: Fränkle

 

Gemeinderat verabschiedet Nahverkehrsplan nach viel Lob und Grundsatzfragen

Multimodalität und Intermodalität waren im Gemeinderat oft gebrauchte Begriffe, als der Nahverkehrsplan 2014 zur Debatte stand. Auto-, Rad-, Bus- und Bahnverkehr sollen also noch besser verzahnt werden: für mehr Mit-, statt Gegeneinander.

 Das 229 Seiten starke Werk ist nicht etwa nur ein klassischer Fahrplan, sondern widmet sich der Entwicklung der Netzgestaltung auf badischem KVV-Gebiet. Die Stadträte übten nur wenig Kritik am Plan. Eher sorgten unterschiedliche Erwartungen und Wahrnehmungen in Bezug auf die Nutzer und deren Prioritäten für Unmut.

Thomas H. Hock (FDP) bat schließlich darum, in einer Großstadt „nicht jedes Mal“ zu fordern: „Pkw raus.“ Der Nahverkehrsplan enthalte viele umsetzbare Vorschläge. Sinnvoll wäre eine bessere Anbindung des Baden-Airparks. „Ein guter Plan, der jetzt weitgehend umgesetzt werden soll“, bilanzierte zuvor auch Stadtrat Johannes Honné (GRÜNE) in Bezug auf die Verwaltungsvorlage. Straßenbahn und Busse sollten noch stärker begünstigt, Räder an Haltestellen besser geschützt werden. Und so lange „noch nicht jeder Internet hat“, müsse im Sinne der Information die telefonische Erreichbarkeit ausgedehnt werden.

Erik Wohlfeil (KULT) verwies auf die wegen zu geringer ÖPNV-Einnahmen wachsende Deckungslücke. „Wir können die Tarife nicht ungebremst ansteigen lassen.“ Vielleicht sei eine Umlage die Lösung - und: „Jeder Bürger muss sich fragen, welches Verkehrsmittel das günstigste ist.“ Damit zielte Wohlfeil nicht nur auf den Preis ab: „Ich hoffe, dass jeder sich nach reiflicher Überlegung für Umweltschonung entscheidet.“

Michael Zeh (SPD) begrüßte den Ausbau barrierefreier Haltestellen. Der Fokus müsse auf der Kombi-Lösung ruhen. Umleitungen sorgten vielfach für Verwirrung. Im Übrigen deckten sich Bus-Angebot und -Nachfrage nicht. „Wir sind stolz auf das Karlsruher Modell“, betonte Stadtrat Sven Maier (CDU). „Wir freuen uns auf gedeihliche Weiterentwicklungen für Stadt und Region.“ -mab-

 
 

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