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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. November 2014

Gemeinderat: Was kostet Wohnen in Karlsruhe?

 

Gemeinderat billigt einstimmig gesetzlich notwendige Fortschreibung des Mietspiegels

„Dass Sie einstimmig zustimmen, zeigt, wie außerordentlich akzeptiert der Karlsruher Mietspiegel inzwischen ist.“ OB Dr. Frank Mentrup betonte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats, dass dieses jetzt in zweiter Auflage erscheinende Werk bei Mietern und Vermietern sowie in der gesamten Wohnungswirtschaft äußerst positiv gesehen wird. Nach kurzen Erläuterungen durch EB Wolfram Jäger hat das Plenum die Zusammenstellung ohne Debatte durchgewinkt.

Der Karlsruher Mietspiegel, den die Interessenvereinigungen zusammen mit der Statistikstelle des Amts für Stadtentwicklung, Liegenschaftsamt und Geschäftstelle des Gutachterausschusses 2013 erstmals veröffentlicht haben, ist ein so genannter qualifizierter Mietspiegel. Bei der  Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmieten bedient er sich des vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Preisindexes. Bei einem solchen Mietspiegel ist allerdings nach BGB vorgeschrieben, ihn alle zwei Jahre zu aktualisieren. Deshalb haben die zuständigen Stellen jetzt einen neuen erarbeitet, der zum 1. Januar in Kraft tritt.

Auf 40 Seiten zeigt er, wie sich die Mieten in den zurückliegenden beiden Jahren in kleinen Häusern oder großen Wohnanlagen, in besten Wohngegenden oder eher sozialen Brennpunkten, in alten und neuen Häusern entwickelt haben. Dazu bedient er sich eines ausgeklügelten Punktesystems, in das alle Bedingungen für die betreffende Wohnung einfließen, auch etwa ihre Größe oder ihre Ausstattung. Berücksichtigt werden mit Ab- und Zuschlägen bei den Punkten Nach- und Vorteile der Wohnung. Eine Rolle spielt auch die Lage der Wohnung innerhalb des Hauses.

So kann die Vergleichsmiete bei einer einfachen Wohnung über 120 Quadratmetern in einer Lage der schlechtesten Kategorie D bei 3,10 bis 4,30 Euro pro Quadratmeter liegen. In einer ebenso großen, aber hochwertig ausgestatteten Wohnung der Kategorie A kommen dann schon 8,45 bis 11,65 Euro heraus. Kleinere Wohnungen sind teurer. In einem Stadtplan ist aufgezeichnet, welche Wohngegenden zu welchen Kategorien gehören. So liegt etwa der Geigersberg in Kategorie A, Teile der Ost- und Südstadt liegen in C und D. -erg-

 
 

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