Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. November 2014

Häfenkooperation am Oberrhein: Gemeinsam um Transporte werben

AUCH DIE HÄFEN IN KARLSRUHE wollen von dem Kooperationsvertrag „upper rhine ports“ profitieren, den die neun Binnenhäfen zwischen Basel und Mannheim am Dienstag unterzeichnet haben. Foto: Fränkle

AUCH DIE HÄFEN IN KARLSRUHE wollen von dem Kooperationsvertrag „upper rhine ports“ profitieren, den die neun Binnenhäfen zwischen Basel und Mannheim am Dienstag unterzeichnet haben. Foto: Fränkle

 

Vertrag auf MS Karlsruhe unterzeichnet / internationale Fahrt zum Hafen Lauterburg

Die Binnenhäfen in Europa leiden nach wie vor darunter, bei vielen Unternehmen, die etwas zu transportieren haben, nicht wirklich als Alternative zu Schiene und Straße gesehen zu werden. Um dem abzuhelfen, haben die neun großen Häfen am Oberrhein zwischen Basel, Karlsruhe und Mannheim einen Kooperationsvertrag geschlossen.

Diesen Vertrag, „upper rhine ports“ genannt, haben sie am Dienstag, 19. November, an Bord des Fahrgastschiffes „Karlsruhe“ unterschrieben. Und sind gleich mal, um die Internationalität und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu demonstrieren, während der Unterzeichnungszeremonie mit dem Fahrgastschiff vom deutschen Hafen Karlsruhe in den französischen Hafen Lauterburg gefahren, der zum Hafen Straßburg gehört.

Catherine Trautmann, die Präsidentin dieses großen französischen Binnenhafens und ehemalige Straßburger Oberbürgermeisterin, hat darauf aufmerksam gemacht, dass ihr Hafen die „Freunde“ in der Schweiz und Deutschland zu dieser Kooperation eingeladen hat. Und sie hat bemerkt, dass dies europaweit eine einzigartige Zusammenarbeit sei. Trautmann muss es wissen, denn sie ist europäische Koordinatorin für den Nord-Ostsee-Korridor.

Zusammen mit Hans-Peter Hadorn, Direktor des Hafen-Konsortiums Basel-Mühlhausen-Weil am Rhein und Roland Hörner, Chef des Hafens Mannheim und Präsident des Europäischen Verbandes der Binnenhäfen, hob sie hervor, dass auf dem Wasser noch so viel Transportkapazität brach liege, dass sich die Umschlagszahlen leicht verdoppeln oder verdreifachen könnten, ohne einen Euro oder einen Franken investieren zu müssen.

Auch die Gastgeberin des Unterzeichnungszeremoniells, Karlsruhes Hafendirektorin Patricia Erb-Korn, sieht nur Vorteile, wenn die neun Häfen am Oberrhein nun gemeinsam auf die verladende Wirtschaft zugehen und ihr die Vorteile des Binnenschiffs deutlich machen.

Alle Kooperationspartner unterstrichen gemeinsam, dass der Oberrhein durch eine der dynamischsten Wirtschaftsregionen Europas fließt und dank der bereits aus dem Jahr 1868 stammenden „Mannheimer Schifffahrtsakte“ diskriminierungsfrei auch von den größten Binnenschiffen Europas befahren werden kann. Die transportieren „just in time“ Güter von und zu den Nordseehäfen, wo mittlerweile Übersee-Riesen anlanden, die über 20.000 Container laden können. -erg-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe