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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. November 2014

Kombilösung: Giulia ist nach Plan unterwegs

SCHAUPLATZ MARKTPLATZ:  Die Baugrube ist inzwischen auf vier Meter Tiefe ausgehoben. Auf beiden Seiten ist die Schalung zu erkennen, die die Bewehrung für die Deckelbetonage aufnimmt. Foto: Fränkle

SCHAUPLATZ MARKTPLATZ: Die Baugrube ist inzwischen auf vier Meter Tiefe ausgehoben. Auf beiden Seiten ist die Schalung zu erkennen, die die Bewehrung für die Deckelbetonage aufnimmt. Foto: Fränkle

 

Tunnelbohrer arbeitet unter Kaiserstraße / Die Kombilösung macht weitere Forschritte

Nach jetzt zehn Tagen seit ihrem Start am Durlacher Tor ist die Tunnelvortriebsmaschine „Giulia“ unter der Kaiserstraße bei der Arbeit. Auf ihrem bisherigen Weg hat sie zunächst die Haltestellen-Schlitzwand durchfahren und dann den Dichtblock westlich davon, der aus einem mit Betoninjektionen verfestigtes Sand-Kies-Gemisch besteht. Seit dem vergangenen Freitag ist der 80 Meter lange Tunnelbohrer planmäßig im Karlsruher Untergrund gen Westen unterwegs.

Wie die Karlsruher Schieneninfrastruktur Gesellschaft (KASIG) als Bauherrin der Kombilösung mitteilt, gehen auch oberirdisch die Arbeiten an der Kombilösung mit Volldampf weiter. So haben die beauftragten Firmen inzwischen die Bohrpfähle an der Nordwestecke der Lammstraße mit der Kaiserstraße  hergestellt und können jetzt mit dem „Eindüsen“ der Hochdruckinjektionssohle (HDI-Sohle) beginnen. An der Südwestecke Marktplatz/Kaiserstraße laufen diese Arbeiten bereits. Der Steg entlang der nördlichen Seite der Kaiserstraße zwischen Lammstraße und Ritterstraße ist weg, die Straßenoberfläche wiederhergestellt. Damit haben Passanten an der bisherigen Engstelle in der Fußgängerzone erheblich mehr Platz als zuvor.

Am Marktplatz beginnt jetzt im nördlichen Teil die Bewehrung auf der Schalung zur Vorbereitung der Deckelbetonage. Im südlichen Teil ist der Aushub der Baugrube bis auf vier Meter Tiefe abgeschlossen, das Ende des Abstemmens der Schlitzwandköpfe zur Vorbereitung der Deckelherstellung rückt näher.

Im nördlichen Abschnitt der Karl-Friedrich-Straße dauert das Einpressen von Feststoff und Weichgel ins Erdreich an. Damit bereiten die Kombibauer den Untergrund für den bergmännischen Tunnelvortrieb vor. Südlich der Verfassungssäule auf dem Rondellplatz ist das Baufeld eingerichtet: Die restlichen Gleise sind entfernt, die Straßenoberfläche kann geräumt werden.

Am Ettlinger Tor nehmen die Vorbereitungen für den Bau des Kombibauwerks Gestalt an: Beleuchtung und die übrige elektrische Einrichtung im gesperrten Straßentunnel sind entfernt. Derzeit bauen die Arbeiter die Schutzschichten auf dem 50 Jahre alten Bauwerk zurück. Südlich davon in der Ettlinger Straße ist der Pumpversuch des Tunnelabschnitts bis Baumeisterstraße und Kongresszentrum erfolgreich verlaufen. An der Haltestelle Kongresszentrum laufen die Vorbereitungen für die Schlitzwände der Westseite, weiter südlich wird bis Augartenstraße an Schlitzwänden und Sohle von Tunnel und von Rampe gearbeitet. -red-/-trö-

 
 

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