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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. November 2014

Volkswohnung: 1.000 neue Mietwohnungen

80 WOHNUNGEN AUF SECHS ETAGEN: Die beiden Häuser in der Karl-Flößer-Straße in Oberreut gehören zu den neuen Mietprojekten der Volkswohnung.  12,7 Millionen Euro hat die VoWo hier investiert.

80 WOHNUNGEN AUF SECHS ETAGEN: Die beiden Häuser in der Karl-Flößer-Straße in Oberreut gehören zu den neuen Mietprojekten der Volkswohnung. 12,7 Millionen Euro hat die VoWo hier investiert.

 

220 Millionen Euro Investition bis zum Jahr 2018

„Wir haben in den nächsten Jahren gut zu bauen.“ Bei der Bilanzpressekonferenz der Volkswohnung untermauerte Geschäftsführer Reiner Kuklinski, dass das kommunale Unternehmen seinen Auftrag, breite Schichten der Bevölkerung mit bezahlbarem Wohnraum zu versorgen, sehr ernst nehme.

„Die Volkswohnung ist fast die einzige Gesellschaft, die noch im großen Stil Mietwohnungen baut“, unterstreicht Aufsichtsratsvorsitzender Bürgermeister Michael Obert. Im gerade vom Aufsichtsrat beschlossenen  Wirtschafts- und Finanzplan sind bis 2018 von den rund 326 Millionen Euro Investitionen allein 220 Millionen Euro für den Mietwohnungsbau vorgesehen.

Bis 2018 sollen 1.000 neue Mietwohnungen entstehen, davon 600 Einheiten als öffentlich geförderter Wohnraum. Bis 2022 hat die Volkswohnung (VoWo) die Fertigstellung weiterer 500 Einheiten vorgesehen. Ein langer Weg sei es von der Entscheidung, Mietwohnungen zu bauen, bis zum Einzug der ersten Mieter, so Kuklinski - von der ersten großen Hürde, ein passendes Grundstück zu haben, ganz abgesehen.

Für breite Schichten bauen

Anfang 2015 werden 80 Mietwohnungen in der Karl-Flößer-Straße bezugsfertig, auch ihr Mieterhaus im Mehrgenerationenprojekt „Im Albgrün“ ist demnächst fertig. Insgesamt 150 Mieteinheiten kann die VoWo 2015 ihrem Mietwohnungsbestand (rund 13 000) zufügen. In diesem Jahr als geförderte Wohnungen beantragt wurden 110 Einheiten, die 2016 Realität werden. „2015 werden wir für weitere rund 300 Wohnungen Anträge stellen, 2016 für 200 sowie 2017 für 300.“

Von den Neubauwohnungen sollen rund 60 Prozent der Mietpreisbindung unterliegen, der Rest wird frei finanziert. Um eine Durchmischung der Mieterstruktur zu erreichen, und weil es Menschen ohne Wohnberechtigungsschein gibt, so Obert, die auch eine bezahlbare Wohnung suchen. „Rund ein Drittel des Nettoeinkommens sollte für die Miete ausreichen“, meinte Kuklinski. Stichwort bezahlbare Miete: Gut funktionierende Grundrisslösungen bei optimaler Flächenausnutzung wirke sich auch positiv auf die Mietpreisbildung aus.

Bei geförderten Wohnungen liegen die Durchschnittsmieten der VoWo bei rund 5,14 Euro pro Quadratmeter. Auch die Durchschnittsmieten im Gesamtbestand liegen mit 5,60 Euro pro Quadratmeter weit unter dem Karlsruher Mittel. Im Neubau plant die VoWo in den nächsten zwei bis drei Jahren mit Kaltmieten zwischen zehn und elf Euro pro Quadratmeter. Geförderten Wohnungen werden heruntersubventioniert und liegen mit rund sieben Euro pro Quadratmeter bei Zweidrittel der örtlichen Vergleichsmiete.

Der Bestand der geförderten Wohnungen (derzeit 2.500) könnte bis 2024 auf unter 1.400 schrumpfen, weil die Belegungsbindung ausläuft. Allein 2017 endet diese für 500 Wohnungen. „Wir nehmen immer schon sehr früh den Kontakt mit den Mieterinnen und Mieter auf“, so Kuklinski.  Liegt nach wie vor ein Wohnberechtigungsschein vor, beantragt die VoWo die Verlängerung der Belegungsbindung - und die Wohnung bleibt so dem geförderten Bestand erhalten.

Ohne Wohnberechtigungsnachweis muss die Miete meist moderat angepasst werden. Ein Gedanke ist zumeist auch, ob der Status „geförderte Wohnung“ durch Umzug von nicht mehr berechtigen Personen in eine passende, bezahlbare Wohnung aus dem VoWo-Bestand bewahrt werden kann. -rie-

 
 

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