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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. Dezember 2014

Kinder: Zukunftslösung für „die Katze“

DER PLAN für den U3-Anbau der Kita „Katze“ in Wolfartsweier steht. Architekt Fischer-Wasels hat am meisten überzeugt. Foto: Fränkle

DER PLAN für den U3-Anbau der Kita „Katze“ in Wolfartsweier steht. Architekt Fischer-Wasels hat am meisten überzeugt. Foto: Fränkle

 

Jury hat entschieden, wie Kita Wolfartsweier baulich erweitert werden kann

„Das war eine sehr schwierige Aufgabe“, räumte Architekt Christian Fischer-Wasels ein, als verkündet wurde, dass sein Büro sie nach Auffassung der Jury am besten gelöst hat. „Die Katze“, Wolfartsweiers außergewöhnliche Kita, muss um zwei U3-Gruppen erweitert werden. Wie das baulich gelingen soll, war vor und zunächst auch nach der städtischen Mehrfachbeauftragung die große Frage. Sie beschäftigte fünf Karlsruher Architekturbüros.

Die Leiterin des Amtes für Hochbau und  Gebäudewirtschaft, Anne Sick, sagte: „Wenn wir 2002 geahnt hätten, dass eine Erweiterung nötig wird, hätten wir diese vollendete Form nicht gewählt.“ Es entstünden unweigerlich Bilder, „als ob etwas aus der Katze herauswächst, und man denkt an Junge, vielleicht an Mäuse, Spielzeug“.

Hin und her überlegt wurde auch im Team von Kränzle + Fischer-Wasels. Der Durchbruch gelang mit größtmöglicher Zurückhaltung und Fassadengrün für das „Nicht-Gebäude“, wie Fischer-Wasels es nannte. Den anderen Entwürfen wurde nachteilig ausgelegt, dass die „Katze“ zu sehr in den Hintergrund gerückt wäre. Teils erschien die Verbindung übertrieben, unpassend.

Beim Favoriten wirkt sie unscheinbar, wie der Anbau. Wichtig, betonte Sick, Jurorin neben anderen städtischen Vertretern und Architekten: „Alles, was wir bauen, ist ein Eingriff in den öffentlichen Raum.“ Das umfangreiche Verfahren sei der besonderen Aufgabe geschuldet. Deren Lösung ist auch im Sinne von Ortsvorsteher Anton Huber. Er weiß um die Sensibilität im Ortskern: „Etwas Futuristisches hätte nicht hier hinein gepasst.“ Die gewählte Variante füge sich gut in das Gesamtkonzept ein, nachdem schon die „Katze“ positiv aufgenommen worden sei. -mab-

 
 

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