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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. Dezember 2014

Stimmen aus dem Gemeinderat: FDP: Ende des Einheitsforstamt droht auch in Karlsruhe

FDP-Fraktionsvorsitzender Thomas H. Hock

FDP-Fraktionsvorsitzender Thomas H. Hock

 

Das Bundeskartellamt verlangt auf Basis des geltenden Bundesrechts vom Land eine große Forstreform. Sie fordert eine Trennung der Waldbewirtschaftung nach Besitzarten und die Abtrennung der forstlichen Hoheits- von den Beratungs- und Dienstleistungsaufgaben.

Sollte dies so umgesetzt werden, droht Baden-Württemberg eine völlige Zerschlagung der Forstverwaltung. Damit wäre das Ende des äußerst effizienten Einheitsforstamts besiegelt. Mögliche Nachteile für Karlsruhe wären: Verlust der einheitlichen Ansprechstelle für alle Wälder im Stadtgebiet. Längere Wege der Entscheidungsträger im Staatswaldbetrieb für Anliegen der Stadt Karlsruhe. Weniger Bürgernähe sowie höherer Abstimmungsaufwand bei gemeinschaftlichen Projekten wie der Waldpädagogik.

Wieder würde ein Dienstherrenwechsel für einen Teil des seit 2005 kommunalisierten Personals stattfinden. Falls sich das Land für das Staatswaldmodell entscheidet, sollte die Stadt mit anderen Stadtkreisen und Städtetag eine Sonderlösung einfordern, um zumindest im urbanen Raum die Bündelung der Waldzuständigkeiten für Stadt- und Staatswald beizubehalten.

Wir als FDP-Fraktion werden das weitere Verfahren aufmerksam begleiten, denn das Ziel der Stadt Karlsruhe bleibt hierbei die Erhaltung des derzeitigen Verwaltungsverbundes unter dem Dach der unteren Forstbehörde bei der Stadt Karlsruhe (Einheitsforstamt).

Thomas H. Hock

Vorsitzender FDP-Fraktion

 
 

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