Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. Dezember 2014

Stimmen aus dem Gemeinderat: KULT: Open Government, ein Schritt in die Zukunft

KULT-Stadtrat Uwe Lancier

KULT-Stadtrat Uwe Lancier

 

Die KULT-Fraktion macht sich für eine Open Government-Strategie und damit verbunden eine Informationsfreiheitssatzung stark. Trotz der immer wieder beschworenen Bezeichnung „Hauptstadt der Infor¬mationstechnik“ nimmt Karlsruhe bislang keine Führungsrolle bei der Nutzung neuer Medien ein; ebenso nicht bei zeitgemäßen Konzepten zur Information des Bürgers in einer Demokratie. Mit einem Antrag will die KULT-Fraktion nun diese Entwicklung anstoßen.

„Offene“ Regierung bzw. Verwaltung soll in den kommenden Jahren die Hürden bei der Beteiligung senken. Das Konzept soll zu mehr Transparenz beim Handeln von Verwaltung und Gemeinderat führen. Verwaltungswissen soll nicht mehr nur auf langwierige Anfrage zu erfahren sein. Künftig sollen alle Informationen, wie etwa Bebauungs- oder Wirtschaftspläne,  online bereit stehen: ständig für alle erreichbar, privat und auch wirtschaftlich nutzbar. Persönliche Informationen und echte, etwa wirtschaftliche Geheimnisse bleiben dabei selbstverständlich gewahrt. Die Gesetze zu deren Schutz gelten weiter, uneingeschränkt. Von der Freiheit der Informationen werden alle profitieren: Direkt, wenn sie Informationen der Behörden brauchen, in­direkt, wenn Unternehmen Kunden für eine Anwendung gewinnen, die freie Daten nutzt. Und von Rückmeldungen aus der Bevölkerung zu diesen Daten, profitieren auch die städtischen Behörden.

Durch gegenseitigen Austausch liegt die Hoheit über städtische Informationen nicht mehr allein bei der Verwaltung. Wir werden Änderungen erleben: Ratssitzungen online, anonymi­sierte Verträge der Stadt öffentlich, Statistikdaten maschinenlesbar. Bürger und Stadt kommunizieren auf Augenhöhe – eine Herausforderung für alle. 

Uwe Lancier

Stadtrat KULT-Fraktion

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe