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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. Dezember 2014

Ausschuss für öffentliche Einrichtungen: Altersresidenz für Elefanten im Zoo

Der Karlsruher Zoo soll einer Altersresidenz für Elefanten werden. Anfang nächsten Jahres sollen sich zu Rani, Shanti und Jenny auf Vorschlag des EEP-Koordinators (EEP: Europäisches Erhaltungszuchtprogramm) zwei Elefantenkühe aus dem Tierpark Berlin gesellen.

Die Karlsruher Tierpfleger haben die Neuzugänge für die „Seniorinnen-Wohngemeinschaft“, die 41 Jahre alte Luise und die 34 Jahre alte Astra, bereits bei einem Aufenthalt in Berlin kennengelernt.

Für die Tierhaltung im Zoo ist eine tierschutzrechtliche Erlaubnis erforderlich. Diese wird durch die Amtsveterinäre im Ordnungsamt erteilt. Dabei sei das Säugetiergutachten Richtschnur zur Beurteilung der artgemäß und verhaltensgerechten Haltung der Tiere, hatte das Ordnungsamt letzte Woche im Ausschuss für öffentliche Einrichtung mitgeteilt.

Im „Forum Zoo Karlsruhe“ war im Oktober angesichts der begrenzten Flächen darauf abgehoben worden, bei der Weiterentwicklung des Zoos situationsangepasste Lösungen anzustreben. Die betrifft etwa die bestehende Elefantenanlage, die durch das neue Winterhaus zwar vergrößert wurde, aber mit den Außenflächen nicht den Empfehlungen des Säugetiergutachtens für eine Elefanten-Gruppenhaltung ent­spricht.

Für weniger agile Tiere ist das Gehege aber durchaus noch geeignet. Der Zoo stelle seine Anlage daher als Altersresidenz für Elefanten dem EEP zur Verfügung, so der kommissarische Zooleiter Dr. Clemens Becker. Neben Jungbullen-Gruppen, mit dem sich der Heidelberger Zoo ins EEP einbringt, zeichne sich in der derzeitigen Umstellungsphase bei der Elefantenhaltung insbesondere in den nächsten 15 Jahren ein großer Bedarf an Plätzen für ältere Tiere ab. -rie-

 
 

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