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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. Dezember 2014

Planungsausschuss: Zeitungskiosk am Europaplatz

BLICKKONTAKT ZUM EUROPAPLATZ: In der Kaiserstraße/Ecke Karlstraße soll der Kiosk künftig stehen. Dann als „Karlsruher Kiosk“, dessen Gestaltung in einem Wettbewerb erarbeitet wird. Foto: Fränkle

BLICKKONTAKT ZUM EUROPAPLATZ: In der Kaiserstraße/Ecke Karlstraße soll der Kiosk künftig stehen. Dann als „Karlsruher Kiosk“, dessen Gestaltung in einem Wettbewerb erarbeitet wird. Foto: Fränkle

 

Neue Baumallee soll in Abschnitten entstehen / Jungbäume werden ab 2015 kultiviert

Am Europaplatz wird es nach Ende der derzeitigen Bauarbeiten wieder einen Zeitungskiosk geben. Allerdings nicht direkt auf dem Platz, sondern am Beginn der Fußgängerzone auf der Südseite der Kaiserstraße, Ecke Karlstraße.

Der Planungsausschuss folgte in der vergangenen Woche im Rathaus in nichtöffentlicher Sitzung unter Vorsitz von Bürgermeister Michael Obert mit knapper Mehrheit diesem Verwaltungsvorschlag

Eigentlich  gehört der Kiosk nach Abschluss der Bauarbeiten wieder auf den Europaplatz. Allerdings spricht gegen diesen sowohl für die Verwaltung als auch den Ausschuss zunächst naheliegenden Standort, dass der Platz künftig viele Einbauten und Nutzungen erhalten wird, so dass eine Überfrachtung droht.

Das Stadtplanungsamt hatte die schon feststehenden Belegungen und Erfordernisse aufgrund des in der November-Sitzung geäußerten Wunsches der Stadträte und Stadträtinnen im Einzelnen vorgestellt: Zu nennen sind neben den Haltestellenzugängen mit Aufzügen sowie nicht überbaubare technische Anlagen und frei zu haltende Feuerwehrzufahrten, die oberirdischen Bahnanlagen einschließlich Fahrgastunterstand. Zu sehen sind zudem das Greif-Denkmal sowie die Außenbewirtungsfläche der Postgalerie, Fahnen- sowie Beleuchtungsmasten sowie Sitzgelegenheiten und die auf dem Platz abzuwickelnden Fußgängerströme.

Der Standort in der Kaiserstraße  beeinflusse zwar den freien Blick in die Fußgängerzone, so das Stadtplanungsamt, er sei jedoch stadtgestalterisch verträglich. Der Kiosk, der derzeit provisorisch in einem Container am nördlichen Platzrand untergebracht ist, könne sich zu mehreren Seiten hin orientieren. Auf einhellige Zustimmung stieß die Idee, die Architektur über einen Gestaltungswettbewerb durch die Fächer GmbH zu ermitteln. Der so entwickelte „Karlsruher Kiosktyp“ soll modular aufgebaut sein und auch an anderen Stellen zum Einsatz kommen.

Das weiterentwickelte Baumkonzept für die Kaiserstraße soll abschnittsweise in mehreren Jahren umgesetzt werden. Der möglichst lange Erhalt der Platanen war ein in der November-Sitzung formuliertes Anliegen. Baumfrei sind damit immer nur die Teilabschnitte, in denen aktuell gebaut wird. In den umgestalteten Abschnitten stehen bereits die neuen Bäume, in den übrigen die vorhandenen Platanen.

Im ersten Bauabschnitt sollen der Europaplatz, Marktplatz und Berliner Patz umgestaltet werden, hier sind ohnehin keine Allee-Bäume direkt betroffen. Im nächsten Schritt bietet sich dann der zentrale Bereich an, wo aufgrund der Bauarbeiten für die unterirdischen Haltestellen bereits mehrere Platanen gefällt werden mussten. Die Platanen-Standorte lassen sich nur schwer in das neue Niveau der Fußgängerzone einpassen. Einige Platanen weisen aufgrund von Licht- und Raummangel darüber hinaus einen deutlichen Schrägwuchs auf.

Insgesamt werden 22 Bäume mehr gepflanzt und damit 86 Exemplare die Kaiserstraße beschatten. Der  Planungsausschuss befürwortete das Baumkonzept sowie die Vorgehensweise bei der Umsetzung. Die Baumstandorte rücken weiter in die Mitte und orientieren sich am fünf Meter breiten Belags-Zierband.

Damit die Bäume ein einheitliches Gesamtbild ergeben, wird das Gartenbauamt schon 2015 Jungbäume kaufen. Sie werden solange in städtischen Baumschulen kultiviert, bis sie in die Kaiserstraße umgepflanzt werden können. So wird erreicht, dass am Ende - nach dem Gesamtumbau - alle neuen Bäume ein einheitliches Gesamtbild ergeben. Das Baumkonzept soll vor der endgültigen Entscheidung in einer öffentlichen Bürgerinformation vorgestellt werden. -rie-

 
 

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