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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. Dezember 2014

Gemeinderat: Bindeglied zu Stadt

 

Gemeinderat diskutierte ehrenamtliches Tierschutzamt

Die Fraktion der Grünen reichte in der letzten Gemeinderatssitzung 2014 einen Antrag für einen kommunalen Tierschutzbeauftragten beziehungsweise eine ehrenamtliche Tierschutzbeauftragte für die Stadt Karlsruhe ein.

Dieser soll „nicht die Arbeit des Veterinäramtes aushebeln, sondern ergänzen“, wie Michael Borner (GRÜNE) betonte. Er solle vielmehr ein Bindeglied zwischen Bevölkerung und Verwaltung sein und Kinder und Jugendliche über artgerechte Haltung informieren und über wichtige Themen aufklären. Diese Vorteile der „Beratungsmöglichkeiten für Anschaffung und Haltung“ sah auch Erik Wohlfeil (KULT), weshalb seine Fraktion den Antrag unterstützt. Ebenso die AfD. Dr. Paul Schmidt bemerkte, dass die „Tierschutzvereine gute Arbeit leisten, aber die Annerkennung der Stadt fehlt. Eine Koordinationsperson aus den Reihen der Vereine könnte da helfen“.

Marianne Mußgung (CDU) ist der Meinung, dass „ein Bindeglied eventuell gar nicht erforderlich ist“. Man müsse zuerst die Ist-Situation analysieren. Dr. Raphael Fechler (SPD) sah den Antrag kritisch, da „das Amt mittelfristig hauptamtlich wird“. Diese Befürchtung teilte auch Thomas H. Hock (FDP), der den Antrag „unverständlich“ findet, da die Aufgaben in den Ämtern „hervorragend aufgehoben“ seien.

Auch Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup sah keinen Bedarf an einem solchen Bindeglied, da die Menschen anrufen könnten. Der OB verwies den Antrag aber dennoch in den Ausschuss für öffentliche Einrichtungen und gegebenenfalls in den Hauptausschuss. -jäm-

 
 

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