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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. Dezember 2014

Gemeinderat: Neue Raumordnung wegen IKEA

NUTZEN, NICHT SCHADEN soll IKEA, das zwischen Weinweg und Bahntrasse groß investiert. Die Eröffnung ist für 2017 geplant. Foto: Fränkle

NUTZEN, NICHT SCHADEN soll IKEA, das zwischen Weinweg und Bahntrasse groß investiert. Die Eröffnung ist für 2017 geplant. Foto: Fränkle

 

Gemeinderat ebnet Weg für Regionalplan-Änderung, die dem Schutz der Zentren dient

Lässt sich Möbel-Gigant IKEA örtlich nieder, wie wohl 2017 in Karlsruhe, kann dieser „Sechser im Lotto“ - so OB Dr. Frank Mentrup nach der Entscheidung - Auswirkungen auf die gesamte Region haben. Darum will die Stadt einen raumordnerischen Vertrag mit dem Regionalverband Mittlerer Oberrhein und dem Nachbarschaftsverband Karlsruhe schließen.

Sie darf es nun, denn der Gemeinderat hat mehrheitlich zugestimmt. Ziel ist eine Veränderung des Regionalplans, die zentrenrelevanten Einzelhandel im Sog von IKEA weitgehend ausschließen soll. Damit City, Durlach, Mühlburg, andere Zentren nicht zu viel Kaufkraft verlieren.

Stadtrat Tilman Pfannkuch (CDU) sieht die Innenstadt, „die bald noch schöner sein wird“, nicht gefährdet. Auswärtige würden bei IKEA anhalten und dann weiter ins Zentrum fahren, suchte er Bedenken von Dr. Eberhard Fischer (KULT) zu zerstreuen. „Meine Fraktion wird das Projekt unterstützen“, hatte der erklärt und Weitsicht zur Schonung des Zentrums vorausgesetzt. Um dessen Zukunft sorgte sich auch Jürgen Wenzel (FW). Für die FDP erklärte Thomas H. Hock: „Wir haben uns für IKEA ausgesprochen. Wir dürfen uns jetzt aber auch nicht ins Knie schießen und eine Hauptschlagader (Durlacher Allee) belasten.“ Auch Johannes Honné (GRÜNE) trieb die Frage nach Verkehrs- und Parklösungen um. SPD-Stadtrat Michael Zeh begrüßte die Einigung zwischen Investor und Grundstücksbesitzer. Das Areal am Weinweg sei gut angebunden, die Ansiedlung weiterer Möbel- oder Teppichhäuser indes zu verhindern.

Der schwedische Konzern plant ein Einrichtungshaus mit rund 25.500 Quadratmetern Verkaufsfläche für das komplette Sortiment. Karlsruhe darf sich laut IKEA auf 200 Arbeitsplätze und siebenstellige Gewerbesteuereinnahmen freuen. -mab-

 
 

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