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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. Dezember 2014

Unternehmensstandorte: Gute Alternativen zur Grünen Wiese

DAS NEUE HANDBUCH STELLTEN VOR: Andrea Scholz, Dr. Anke Karmann-Woessner, Staatssekretärin Splett, OB DR. Mentrup, Bürgermeisterin Luczak-Schwarz und Michael Kaiser (v. l). Foto: Fränkle

DAS NEUE HANDBUCH STELLTEN VOR: Andrea Scholz, Dr. Anke Karmann-Woessner, Staatssekretärin Splett, OB DR. Mentrup, Bürgermeisterin Luczak-Schwarz und Michael Kaiser (v. l). Foto: Fränkle

 

Ideen zum Flächensparen / Praxis-Handbuch zeigt Beispiele für Unternehmen

Intelligente Konzepte sind gefragt, wenn Betriebe wachsen wollen, gleichzeitig aber möglichst wenig neue Freiflächen dazu genutzt werden sollen. Musterbeispiele dafür, zeigt das neue Praxishandbuch für Unternehmen, das vor Weihnachten vorgestellt wurde.

„Wir brauchen Flächen für die Fortsetzung des wirtschaftlichen Höhenflugs. Dabei muss im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung der Blick zuerst auf die vorhandenen Standorte gelegt werden", setzt OB Dr. Frank Mentrup darauf, mit „Best-Practice-Beispielen" private Eigentümer zu motivieren, vorhandene Flächen zu aktivieren und Firmenerweiterungen möglichst flächensparend zu gestalten.

Intelligente Lösungen aus Karlsruhe und dem ganzen Bundesgebiet bietet das neue Handbuch „Unternehmensstandorte - Zukunftsfähig gestalten", das von der Wirtschaftsförderung und dem Stadtplanungsamt zusammen mit dem Deutschen Institut für Urbanistik in Berlin erarbeitet wurde. „Dabei ist auch viel Know-how von Architektenkammer, Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer sowie Politik und Verwaltung mit eingeflossen", sieht Wirtschaftsbürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz die insgesamt 70 Seiten starke Broschüre als hilfreiches Beratungsinstrument für die tägliche Arbeit. Den Auftrag es dafür einzusetzen, hatte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig gegeben.

„Das Projekt unterstreicht das Leitbild der Stadt. Es zeigt wie innovativ und aktiv Karlsruhe im Flächenmanagement vorgeht", war Dr. Gisela Splett, Staatssekretärin im Landesministerium für Verkehr und Infrastruktur, voll des Lobes darüber, dass die Stadt in dieser Richtung schon mehrfach aktiv geworden sei. Von dem Praxishandbuch, das vom Land mit 20.000 Euro aus dem Förderprogramm „Flächen gewinnen durch Innentwicklung“ unterstützt wurde, erhofft sich die Staatsekretärin eine Wirkung weit über die Stadt hinaus. Schließlich wolle das Land den Flächenverbrauch „etwa halbieren".

„Es gibt gute Alternativen zur grünen Wiese", verweist der Direktor der Wirtschaftsförderung, Michael Kaiser, auf „schöne Beispiele" die aufzeigen, dass es sich auch wirtschaftlich lohnen kann, wenn sich der Blick nicht nur auf neue Flächen richtet. „Wir wollen zusammen mit der Wirtschaftsförderung alle denkbaren Lösungen aufzeigen", sieht es die Leiterin des Stadtplanungsamts, Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner angesichts weniger in Karlsruhe zur Verfügung stehender Gewerbeflächen als vordringlich an, Areale in ihrer Nutzungsqualität zu vermehren.

Das Praxishandbuch wird zunächst bei den Unternehmen per Newsletter bekannt gemacht, im nächsten Jahr soll eine exemplarische Betrachtung eines konkreten Gewerbegebietes mit den ansässigen Unternehmen folgen. -fis-

 
 

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