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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 9. Januar 2015

Natur: Wildtiere sorgten vor

Mit raffinierten Strategien durch die Winterzeit

Nach den ersten Frösten und Schneefällen befürchten viele Tier- freunde, dass Wildtiere frieren und keine Nahrung mehr finden. "Diese Sorge ist bei unseren relativ milden Wintern und den strukturreichen Mischwäldern unbegründet", meint Ulrich Kienzler, der Leiter der Forstverwaltung.

"Die Tiere im Wald haben zwar keine Heizung und keine wärmenden Decken, aber sie kennen viele Tricks und Strategien, mit denen sie Kälte und Nahrungsmangel trotzen". So sorgen bei Rehen hohle und leicht gewellte Haare für eine wärmende Luftschicht und gute Isolierung, während Wildschweine als "Unterwäsche" eine schützende Wollschicht unter den Borsten tragen.

Zur Überlebensstrategie gehört auch, dass sich Wildtiere im Winter möglichst wenig bewegen, wodurch sie weniger Energie verbrauchen und mit weniger Nahrung auskommen. Bei Rehen sind zudem Herzschlag und Körpertemperatur abgesenkt. Andere Tiere wie Igel, Dachs oder Fledermäuse verschlafen den Winter einfach. Wenn es wieder wärmer wird, weckt sie die innere Uhr. Deshalb raten Forstleute und Naturschützer bei Spaziergängen im Winter auf den Wegen zu bleiben und auch in der Nacht den Wildtieren Ruhe zu gönnen. -red-

 
 

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