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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 16. Januar 2015

Terroristische Mordtaten: Mahnwache Zeichen für Toleranz

RUND 1.500 MENSCHEN gedachten am Dienstag der Mordopfer von Paris. Foto: Fränkle

RUND 1.500 MENSCHEN gedachten am Dienstag der Mordopfer von Paris. Foto: Fränkle

 

Rund 1.500 Menschen in der City

Der Opfer terroristischer Mordtaten gedachten nach den Anschlägen von Paris am Dienstagabend, 13. Januar, laut Polizeiangaben 1.500 Karlsruherinnen und Karlsruhern bei einer 15-minütigen Mahnwache auf dem Platz der Grundrechte. Zuvor hatte es ein interreligiöses Gebet gegeben. Die Schlossfassade leuchtete im Blauweißrot der französischen Nationalflagge.

Vor den Schweigeminuten hatte  Oberbürgermeister  Mentrup aus seiner gleichlautenden Solidaritätsbotschaft an die Partnerstadt Nancy zitiert: "Freiheit ist das höchste Gut, das es zu verteidigen gilt. Terrorismus kann niemals toleriert und gerechtfertigt werden." Mit ihm gekommen waren in der Pause der Gemeinderratsitzung Dezernenten, Stadträtinnen und Stadträte. Karlsruher Religionsgemeinschaften hatten zusammen mit Amnesty International und der Stadt zur Mahnwache eingeladen. Gemeinsam riefen Rüstü Aslandur vom deutschsprachigen Muslimkreis,  David Seldner, Vorsitzender der jüdischen Kultursgemeinde,  der evangelische Dekan Thomas Schalla sowie der katholische stellvertretende Dekan Erhard Bechtold dazu auf, für ein friedliches, gemeinsames Leben aller Menschen zu arbeiten, füreinander einzustehen, sich bei Bedrohung gegenseitig zu unterstützen  und keinesfalls Mördern, die alle menschlichen Grundsätze ihrer Religionen verachteten, das Feld zu überlassen. Rüstü Aslandur: "Diese Mörder folgen islamischen Prinzipien nicht, sie sind eine Minderheit der Minderheit. Wir müssen unsere Jugend schützen, dass sie nicht diesen Rattenfängern auf den Leim gehen.  Auch wir Karlsruher Muslime wollen uns nicht isolieren und spalten lassen." -cal-

 
 

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