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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. Januar 2015

Energiewende: Wie Strom speichern und verteilen?

REGENERATIVE ENERGIEN sind auch am KIT ein Thema, etwa die Entwicklung von Hochtemperatur-Brennstoffzellen. Foto: Fabry, KIT

REGENERATIVE ENERGIEN sind auch am KIT ein Thema, etwa die Entwicklung von Hochtemperatur-Brennstoffzellen. Foto: Fabry, KIT

 

KIT koordiniert neues deutschlandweites Forschungsprogramm

Wir alle brauchen Energie - damit es hell und warm in der Wohnung ist, damit wir schnell und komfortabel von A nach B kommen, oder damit diese Ausgabe der StadtZeitung-online im Netz abgerufen werden kann.

Um Energie zu erzeugen, kann man Öl, Kohle oder Gas verbrennen. Aber das ist schlecht für Klima und Umwelt. Und Atomenergie ist gefährlich. Sehr sogar. Also nutzen wir besser die Kraft von Sonne, Wind oder Wasser, um Energie zu erzeugen.

Doch diese Naturkräfte sind nicht immer zuverlässig und nicht überall verfügbar. Im Winter, wenn wir viel Energie brauchen, scheint die Sonne eher selten. Und die Energie, die in Offshore-Windkraftanlagen erzeugt wird, muss irgendwie in den Süden kommen. Deshalb ist die Energiewende keine einfache Sache. Und die zentrale technologische Herausforderung besteht darin, alle Energiequellen verlässlich einzubinden und zu übertragen.

Deshalb koordiniert das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) jetzt das neue Forschungsprogramm SCI, "Storage and Crosslinked Infrastructures" (Speicher und vernetzte Infrastrukturen). Beteiligt an dem 310 Millionen Euro schweren Programm der Helmholtz-Gemeinschaft sind laut KIT außerdem das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, das Forschungszentrum Jülich, das Helmholtz Zentrum Berlin sowie das Helmholtz Zentrum Dresden Rossendorf.

Das KIT bündelt dabei - als eine der europaweit führenden Einrichtungen im Bereich Energieforschung - seine Kompetenzen und Erfahrungen, um "die Forschungslücke bei den Themen Energiespeicher und Netztechnologien zu schließen", so KIT-Präsident Holger Hanselka. Wie das KIT weiter mitteilt, gliedert sich das Forschungsprogramm in die Themen Batterien und elektrochemische Speicher, Elektrolyse und Wasserstoff, synthetische Kohlenwasserstoffe, Brennstoffzellen, thermische Energiespeicher sowie Netze und Speicherintegration.

Erst vergangenes Jahr hat das KIT auf seinem Campus Nord den nach eigenen Angaben größten Solar-Strom-Speicher-Park Deutschlands in Betrieb genommen. Hier "arbeiten Solarzellen, Batterien und Wechselrichter zusammen, um Sonnenstrom zu speichern und jederzeit verfügbar zu machen." Außerdem wird der so erzeugte Strom direkt auf dem Campus Nord für den Betrieb von Großforschungsgeräten genutzt. Weitere Infos zu SCI und Solarpark unter kit.edu -res-

 
 

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