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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. Januar 2015

Kultur: Die Meister-Sammlerin kommt

Karoline Luise als Malerin. Foto: SKK

Karoline Luise als Malerin. Foto: SKK

 

Kunsthalle gab Einblicke in die Ausstellungen des Jubiläumsjahres 2015

Das Attentat auf "Charly Hebdo" bewegt auch die Kunsthalle. Bei ihrer Jahrespressekonferenz kündigte Direktorin Pia Müller-Tamm vom 7. Februar bis 10. Mai eine Schau mit 24 Karikaturen von Grandville, Honoré Daumier und Charles Joseph Traviès an.

Mit den schonungslosen Lithografien erschloss der Herausgeber der Zeitschrift "La Caricature", Charles Philipon, nach 1832 seiner Publikation neue Finanzierungsquellen.

Höhepunkt ist vom 30. Mai bis 6. September die als interdisziplinäres Forschungsprojekt entstehende  Landesausstellung "Die Meister-Sammlerin. Karoline Luise von Baden". Die Fürstin legte im 18. Jahrhundert mit ihren Sammlungen und Forschungen den Grundstock für Kunsthalle, Badisches Landes- sowie Naturkundemuseum und damit für die Wissenschafts- und Kunststadt Karlsruhe.

Mit Hilfe eines europaweiten Agentennetzes suchte sie nach den besten Stücken. Brieflich und persönlich tauschte sie sich mit den wichtigsten Geistesgrößen wie Voltaire aus. Rekonstruiert wird ihr 200 Werke umfassendes "Mahlerey-Cabinet", von dem die Kunsthalle 140 Werke besitzt, darunter Arbeiten von Teniers, Rembrandt, Dou, van Huysum wie von Boucher, Chardin oder Vernet.

Dazu  kommen eigene Schöpfungen der passionierten Malerin, ihres Lehrers Jean-Etienne Liotard, Bouchers und seines Schüler Joseph Melling sowie Korrespondenzen, Porzellan, Naturalien oder Möbel. In einer weiteren Schau widmet sich das beteiligte Generallandesarchiv den Europareisen Karoline Luises. Kinder und Jugendliche können "Die vielen Seiten der Markgräfin" entdecken.

Vom 3. Oktober bis 17. Januar folgt  "The Forest", ein Wald aus 88 Flaschentrocknern. Die  walisische Konzeptkünstlerin Bethan Huws.  entwickelte die Installation in Auseinandersetzung mit dem Readymade-Künstler Marcel Duchamp. Den Schlusspunkt setzt vom 31. Oktober bis 30. Januar die fünf Jahrhunderte umfassende, von drei Museen erarbeitete Präsentation mit Selbstporträts "Ich bin hier. Von Rembrandt zum Selfie" samt Selfieprojekt der Jungen Kunsthalle. -cal-

 
 

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