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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. Januar 2015

Natur: Ein echtes Kleinod

ECHTES JUWEL: der Grötzinger Baggersee, hier aus Sicht des Fi-scherheims. Der Probebadebetrieb ist auf der anderen Seite. Foto: Knopf

ECHTES JUWEL: der Grötzinger Baggersee, hier aus Sicht des Fi-scherheims. Der Probebadebetrieb ist auf der anderen Seite. Foto: Knopf

 

Information und Bürgeranhörung zum Probebadebetrieb am Baggersee in Grötzingen

Er ist ein Kleinod in der Naturlandschaft – der Grötzinger Baggersee. Darin waren sich Podium und Diskutanten bei der Bürgeranhörung „Badestelle Grötzinger Baggersee“ einig. Bei dem Info-Termin ging es darum, wie Mensch und Natur in Einklang zu bringen sind.

Derzeit läuft ein Probebadebetrieb am Gewässer. Allerdings war der jüngste (ausgefallene) Sommer nicht repräsentativ, um daraus Schlüsse zu ziehen. In jedem Falle: „Alle Beteiligten wollen einen rechtmäßigen Badebetrieb“, so Grötzingens Ortsvorsteherin Karen Eßrich. Themen waren Ahndung von Ordnungswidrigkeiten, Sauberkeit am Baggersee, Beruhigung der Uferzonen, Besucherlenkung, Wasserqualität, Einteilung in Zonen (Badestelle, Naturschutzgebiet) oder barrierefreier Naturpfad.

Um von Probe- in den Regelbetrieb übergehen zu können, seien viele Fragen zu klären und Nachbesserungen nötig. Sind Taucher zulässig? Wohin kommt der DLRG-Standort, wohin ein möglicher Hundestrand? Größe und Umfang sowie zeitliche Befristung beim Badebetrieb? Was ist mit Pferden/Reitern am See? Bereits Ende März könnte der Ortschaftsrat darüber beraten, Mitte Mai der Gemeinderat beschließen.

Doch zunächst waren Bürger, Experten und Vertreter der Vereine gefragt. Zum Thema Hunde sagte Alexander Zink vom Regierungspräsidium: „Hunde sollten am See genauso wie Schwimmer oder Taucher sein dürfen. Allerdings strukturiert und kontrolliert in einem eigenen Bereich“. Ein Pferdestrand dagegen sei eher schwierig, so Zink. Eine WC-Anlage sei aus hygienischen und ökologischen Gründen essentiell.

Eines machte Zink deutlich: „Wir wollen kein Freizeitangebot für Jugendliche aus Pforzheim oder Stuttgart. Das soll kein Disneyland werden, sondern Erholung für Menschen aus dem Nahbereich.“ Das ökologisch empfindliche Gewässer solle nicht noch stärker unter Druck geraten. Eine Maßnahme sei schon die Reduzierung der Parkplätze. Kommerzielles Tauchen sei kritisch zu betrachten hieß es vom Podium. DLRG-Vertreter betonten, dass ihr Standort nah am Badestrand sein solle. -voko-

 
 

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