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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. Januar 2015

Sanierung Durlach-Aue: Auftakt zu Bürgerdialog

SEHR ENG und sanierungsbedürftig wirkt die Auer Westmarkstraße. Foto: Fränkle

SEHR ENG und sanierungsbedürftig wirkt die Auer Westmarkstraße. Foto: Fränkle

 

Land stellt 1,3 Millionen Euro Fördermittel bereit

„Unser Ort soll schöner werden“ - eine seit Jahrzehnten verbreitete Losung, die oft am Geld scheitert. Die Bewohner von Durlach-Aue können und sollen nun mitbestimmen, wo und wie im Ort saniert wird - auf Grundlage eines Fördervolumens von rund 1,3 Millionen Euro.

Bürgermeister Michael Obert machte bei der äußerst gut besuchten Auftaktveranstaltung zum Bürgerdialog beim Musikverein Aue deutlich, dass die aus dem Landessanierungsprogramm stammenden Mittel nicht der Investitionssumme entsprächen. Die Stadt würde die Zuschüsse gegebenenfalls aufstocken. Einige Besucher hatten bemängelt, das Geld reiche nicht. Und es wurde klar, dass die meisten das Thema Verkehr und Parken umtreibt.

Was an der katholischen Kirche, am Friedhof, am Bankenplatz, an der Westmarkstraße geschieht oder fehlt, sorgt für erhitzte Gemüter. „Ich hoffe“, so Obert, „dass möglichst viele am Ende zufrieden sind. Wir müssen einen Konsens finden“, um möglichst umfassend nachhaltig Infrastruktur - Straßen, Gebäude, Bürgersteige, Parkräume, Grünflächen und anderes mehr - zu erhalten und aufzuwerten.

Das etwa 23 Hektar große Sanierungsgebiet erstreckt sich von Hildebrand- und Ellmendinger Straße über Ostmark-, Grazer, Schlesier, Westmark- und Grenzstraße sowie Alter Graben.

Philip Schmal vom für die Moderation des Bürgerdialogs beauftragten Stuttgarter Planungsbüro betonte, was sich auch in der anschließenden ersten kurzen Debatte abzeichnete, dass die Sanierung des öffentlichen Raums sich meist deshalb so schwierig gestalte, weil die Bedürfnisse stark divergierten. Sein Büro wolle die Hauptakteure des auf zwei Jahre angelegten Beteiligungsprozesses ermuntern, in Arbeitsgruppen eigene Ideen und Projekte zu entwickeln, und dabei helfen, dass diese Verwaltung und Politik überzeugen können.

Als Kernbereiche nannte er Stadtbild und öffentlicher Raum, Handel und Verkehr, wobei Letzterer wohl alle Gruppen beschäftigen werde, Wohnen und Wohnumfeld, Kinder und Jugendliche. Die sollten noch gezielt adressiert werden.

Einen Eindruck von dem, was Bürgerbeteiligung bedeutet und bewegen kann, vermittelte Daniela Ullrich aus Freiburg: „Es ist einerseits anstrengend, aber öffnet andererseits auch Türen und macht Spaß.“ In Durlach soll es im Februar oder März mit einem Planungsworkshop weitergehen, die Umsetzung der Projekte 2016 beginnen. -mab-

 
 

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