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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Februar 2015

Planungsausschuss: Weichen für Großprojekte gestellt

ERWEITERUNG AUF DEN WEG GEBRACHT: Der Planungsausschuss sprach sich für den Ausbau des Staatstheaters aus. Foto: Fränkle

ERWEITERUNG AUF DEN WEG GEBRACHT: Der Planungsausschuss sprach sich für den Ausbau des Staatstheaters aus. Foto: Fränkle

 

Bebauungsplan Fautenbruchstraße zugestimmt / Staatstheater und KVBW

Planungsausschuss beschlossen, einen Bebauungsplan „Nördlich der Fautenbruchstraße zwischen Ettlinger Straße und Mittelbruchstraße“ aufzustellen. Grünflächen sollen bewahrt und sogar erweitert, außerdem Voraussetzungen für hochwertiges Gewerbe geschaffen werden. Einzelhandel wird ausgeschlossen. Der denkmalgeschützte Wasserturm bleibt freilich erhalten.

Für den an der Fautenbruchstraße geplanten Fernbusbahnhof existiert noch kein Konzept. Er war nicht Bestandteil der Pläne, aber Gegenstand der Debatte. „Wir gehen davon aus“, erläuterte danach Ulrich Wagner, Bereichsleiter Verkehr des Stadtplanungsamts, „dass die Straße mit der Belastung klarkommt“. Der Busbahnhof habe wenig Einfluss auf den vorgelegten Bebauungsplan.

Städtebau, Gebäudeplanung, Funktion, Baukonstruktion, Realisierbarkeit, Wirtschaftlichkeit: Kriterien, nach denen eine Jury die Entwürfe zur Sanierung und Erweiterung des Badischen Staatstheaters bewertet. Drei Büros sind eine Runde weiter, die mit Überarbeitungen zu einem Auftrag noch in der ersten Jahreshälfte führen soll, erklärte Günter Bachmann, Karlsruher Amtsleiter des Landesbetriebs Vermögen und Bau, im Planungsausschuss: Delugan Meissl (Wien) mit Wenzel + Wenzel aus Karlsruhe, die Bregenzer Architekten Dietrich I Untertrifaller sowie Waechter + Waechter aus Darmstadt.

Bei einem Gesamtvolumen von 120 Millionen Euro sollen alle Um- und Neubauten im Betrieb erfolgen. Der Flächenbestand wird um 10.000 auf 31.000 Quadratmeter zunehmen, die Korrektur funktionaler Mängel Ziel sein. Sie resultieren aus Abweichungen von den Originalentwürfen des Karlsruher Architekten Helmut Bätzner, die nun erneut das Großprojekt leiten.

„Eine sensible Handschrift, die dem Projekt eine sehr zurückhaltende Unverwechselbarkeit gibt“: Mit derlei Attributen hat sich das Düsseldorfer Büro SOP Architekten unter ursprünglich gut 80 Bewerbern als Planer eines Neubaus der Hauptverwaltung des Kommunalen Versorgungsverbands Baden-Württemberg (KVBW) durchgesetzt. Der Ausschuss nahm diese samt Erklärung zur Kenntnis, dass die Jury auch beim ersten Preis Anpassungsbedarf sieht. Den Bau an der Ludwig-Erhard-Alle zu integrieren, ist eine Herausforderung. Bei einer kaum vom Umgebungsniveau abweichenden Höhe von gut 27 Metern kann es aber gelingen, darüber herrscht breiter Konsens. -mab-

 
 

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