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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Februar 2015

Sanierungsgebiet Grünwettersbach: Chance zu Aufwertung

Die vorbereitende Untersuchungen starteten

Das geplante Sanierungsgebiet Grünwettersbach kann für den Ortskern des Höhenstadtteils große Chancen eröffnen. Denn es geht darum, städtebauliche Probleme zu lösen, Identität und soziale Stabilität zu stärken und den Ort ökologisch zu erneuern. Durch Maßnahmen im öffentlichen Raum, durch Förderung privater Erneuerungs- oder Sanierungs-Initiativen.

Ob das Land Baden-Württemberg Grünwettersbach in sein städtebauliches Erneuerungsprogramm aufnimmt, entscheidet sich im Frühjahr. Nichtsdestoweniger hat die Stadt zusammen mit dem Netzwerk für Planung und Kommunikation Sippel | Buff jetzt die für das Verfahren erforderlichen vorbereitenden Untersuchungen gestartet.

Dazu zählte auch die öffentliche Auftaktveranstaltung in der Heinz-Barth-Schule am vergangenen Mittwochabend. Hier machte Bürgermeister Michael Obert deutlich, dass "nichts verloren ist", wenn es mit der Aufnahme dieses Jahr nicht klappe. Obert: "Dann stellen wir den Antrag erneut". Und für Ortsvorsteher Rainer Frank ist es wichtig, "dass die Rahmenplanung für die Höhenstadtteile nicht in irgendeiner Schublade abgelegt wird."

Das Interesse der Bürger an der Auftaktveranstaltung war groß. Und Sybille Rosenberg vom Stadtplanungsamt freute sich auch über die "tolle Rücklaufquote von 70 Prozent" auf die Fragenbogenaktion an Eigentümer vom vergangenen Herbst. Sie dient der Erhebung der Wohnverhältnisse. "Rund 48 Prozent der Befragten", so Rosenberg, hätten konkretes Modernisierungsinteresse. Die Förderrichtlinien für das geplante Sanierungsgebiet werde der Gemeinderat festlegen.

Das Netzwerk Sippel | Buff hat bereits erste Ideen für das Gebiet mit den Schwerpunkten Ortseingang Nord, historischer Ortskern, Straßendorf, "Neue Ortsmitte" und "Bebauung Zweite Reihe" entwickelt. Thomas Sippel stellte sie vergangenen Mittwoch vor. Dazu zählen unter anderem die Erhöhung der Aufenthaltsfunktion im Nahversorgungsbereich, eine städtebauliche Neuordnung an der Bushaltestelle Rathaus, Tempo reduzierende Maßnahmen in der Ortsdurchfahrt sowie mehr Verkehrssicherheit, Spielangebote am Wetterbach und ein barrierefreier Weg entlang des Gewässers.

Aber er machte auch deutlich, dass die Autobahn-Bedarfsumleitung durch den Ort "erst mal Fakt" und eine Teilumfahrung unwahrscheinlich sei. Auch "bei der Parkierung ist kein Quantensprung möglich", so der Stadtplaner und Landschaftsarchitekt. Die Bürger gaben den Planern unter anderem mit auf den Weg, den Ortseingang nicht zu verengen, an die Radler zu denken und auf dem Areal des alten Schulpavillons keine Wohnbebauung vorzusehen. -res-

 
 

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