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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Februar 2015

Zoo-Bauprojekte: Für Saisonstart gerüstet

 

Neues Gehege für Nasenbären / Mehr Land für Flusspferde

Hier die Felsgestalter, da die Installateure und Betonbauer, dort die Landschaftsgärtner - und nicht zu vergessen das Team der Arbeitsförderungsbetriebe oder der eigene Zoo-Hand¬wer¬kertrupp: Seit einigen Monaten sind im Zoologischen Stadtgartens zahlreiche kleine und größere Verbesserungen in und um die Tiergehege zu beobachten.

„Wir haben uns vorgenommen, möglichst viele dieser Vorhaben bis Ende März abzuschließen“, betont der kommissarische Zooleiter Dr. Clemens Becker. Denn mit den ersten Frühlingsstrahlen soll die innerstädtische Anlage einen guten Gesamteindruck bei den Besucherinnen und Besucher hinterlassen.

Zu den größeren Projekten zählt die knapp 150.000 Euro teure Sanierung des Geheges der Kropfgazellen am Lauterberg. Die über 20 Weibchen  - die Männergruppe lebt im Oberwald - mussten hierfür ein wenig zusammenrücken, denn zunächst erhielt die eine Hälfte ihres Domizils neue Terrassen-Stein-Formationen mit eingezogenen Wadis. Nun ist die andere Hälfte dran. Die Baustelle erstreckt sich bis ins Gehege für die Nasenbären.

Rund 450.000 Euro investiert die Stadt in die Bleibe der Kleinbären. „Es wird eines der größten Nasenbären-Gehege Deutschlands sein“, freut sich Becker. Für die neun Tiere aus dem Tierpark Hagenbeck wandeln die Landschaftsgärtner den Hang in eine Fels- und Teichlandschaft um. Den Feinausbau übernehmen später die Zoohandwerker. Für Besucher wird es eine Aussichtsterrasse geben.

Schubber-Stämme und Segel

Im Dickhäuterhaus weicht Sandboden einem kleinen Betonstreifen. Denn die Elefanten wollen ihr Futter nicht auf Sand liegen haben. Im Außengehege gibt es für die sie neue Schubber-Stämme. Rani, Shanti und Jenny bekommen zudem ein Sonnensegel fürs neue Vorgehege. Auch für Menschen wird es ein riesiges Sonnensegel geben.

Nebenan bei den Flusspferden ist für sie durch die Arbeitsförderungsbetriebe ein afrikanisch anmutender Besucher-Unterstand mit Strohdach entstanden. Bei den Flusspferden waren am Montag die Betonbauer am Werk. „Das kleinern Außenbecken wurde der Landfläche für die Tiere zugeschlagen“, informiert Becker und verweist hier nicht zuletzt auf das aktuelle Säugetiergutachten.

Auf den ersten Nachwuchs bei den Flamingos hofft Becker, nachdem die grazilen Vögel im Frühjahr 2014 eine neue Brutanlage bekommen haben. Mehrere LED-Strahler für die „afrikanische“ Sonne und Spiegelfolie für das große „Kolonie-Gefühl“ soll den mehr als 60 Tieren auf die Sprünge helfen.

Zu den kleineren Maßnahmen zählen die Rückwand aus Schwartenbrettern bei den China-Leoparden oder im Affenhaus die vor drei Wochen fertig gestellten Dächer bei den Rotscheitelmangaben. Zudem sollen die Gehege statt der Gitterfront vier in sich verwobene Stahl-Netze erhalten.  In Vorbereitung ist das Gehege für Salzkatzen zwischen Schimpansen und Kattas. -rie-

 
 

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