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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. Februar 2015

Fastnacht: Zweimal Motto 300 Jahre Karlsruhe

NÄRRISCHER LINDWURM: Unter dem Motto „3 mal 100 was ä Schau, Karlsruh' feiert mit Helau!" ziehen am Fastnachtsdienstag Motivwagen, Gruppen und Fußvolk durch die Innenstadt. Foto: Fränkle

NÄRRISCHER LINDWURM: Unter dem Motto „3 mal 100 was ä Schau, Karlsruh' feiert mit Helau!" ziehen am Fastnachtsdienstag Motivwagen, Gruppen und Fußvolk durch die Innenstadt. Foto: Fränkle

 

Mit vier Umzügen treibt Fastnacht auf ihren Höhepunkt zu / Straßenbahnen umgeleitet

Die fünfte Jahreszeit treibt ihrem Höhepunkt entgegen. Am heutigen Freitag ziehen die Wolfartsweierer Grundschüler ab 11 Uhr durchs Dorf, holen die KiTa-Kinder an der "Katze" ab und stürmen das Rathaus. Morgen ab 14.33 Uhr schließt sich der Daxlander Umzug an. Und am Fastnachtssonntag machen die Narren ab 14.11 Uhr unter dem Motto "Der Traum vom Karle wurde wahr, die Mutter gratuliert zu 300 Jahr" Durlach unsicher.

Auch der Umzug am Fastnachtdienstag durch die Karlsruher Innenstadt hat das Stadtjubiläum zum Thema. Unter "3 mal 100 was ä Schau, Karlsruh' feiert mit Helau!" ziehen 100 Gruppen durch die Stadt, angeführt von Stadtgründer Markgraf Karl-Wilhelm von Baden-Durlach, dargestellt von einer Persönlichkeit aus dem Rathaus.

In Reminiszenz zum Stadtjubiläum beginnt die Zählung der Zugnummern bei 301. Den Schluss macht die Fastnachtsverbrennung gegen 18.30 Uhr auf dem Festplatz. Die etwa 4000 Aktiven auf Motiv- und Prunkwagenwagen, in Fußgruppen und Musikkapellen aus Karlsruhe und Umgebung, aber auch aus Frankreich und der Schweiz wollen bis zu 300.000 Zuschauer am Zugrand begeistern.

Rund 180 Zugordner sorgen für den reibungslosen Ablauf des 83. Karlsruher Umzugs seit 1841. Dazu kommen etwa 80 Kräfte von den Rettungsorganisationen. Sie bauen am Friedrichsplatz ein Notfallzentrum auf, in der Hoffnung, es nicht zu benötigen. Polizisten - auch in Zivil - sorgen dafür, dass vor allem angetrunkene Jugendliche in ihre Schranken verwiesen werden. Karlsruhes Oberfastnachter Jürgen Olm, FKF-Präsident, und Zugorganisator Michael Armbruster appellieren an die Eltern, auf ihre Kids so einzuwirken, dass es nicht zu Alkoholexzessen kommt.

Kindersammelstationen gibt es nicht, weil nach aller Erfahrung höchsten drei bis fünf Kinder ihre Begleiter verlieren.  Der Bevölkerungsschutz kümmert sich um ein eventuell verlorenes Kind und sorgt dafür, dass Jung und Alt wieder zusammen kommen. Für Rollstuhlfahrer und Mütter mit Zwillings-Kinderwagen gibt es am Stephanplatz einen Umzugs-Besuchsplatz.

Das Tiefbauamt macht Autofahrer am Gottesauer Platz mit einer elektronischen Informationstafel auf die Sperrungen wegen des Umzugs aufmerksam. 30 Mitarbeiter stellen 700 Meter Absperrgitter, 85 Verkehrszeichen und 20 Absperrtafeln auf. Die Verkehrsbetriebe sperren die Strecke vom Durlacher zum Mühlburger Tor ab 13.30 Uhr. Dann fahren die Bahnen Umleitung über die Südostbahn. Im Westen werden Linien zur Heide umgeleitet. -erg-

 
 

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