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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. Februar 2015

Gemeinderat: Sterben in Würde ermöglichen

 

Gemeinderat einstimmig für Einrichtung und finanzielle Unterstützung einer Hospizwohnung

Im Hospiz Arista in Ettlingen finden sterbende Menschen Betreuung auf ihrem Weg in den Tod. Darüber hinaus gibt es Angebote ambulanter Hospizdienste und in Pflegeheimen sowie die Palliativstationen im Städtischen Klinikum und im St.Vincentius. Und bald als Alternative zu den bisherigen Betreuungsformen eine Hospizwohnung.

Der Gemeinderat stimmte auf seiner jüngsten Plenarsitzung unisono für die Einrichtung und die finanzielle Unterstützung einer Wohnung mit drei bis fünf Plätzen in Trägerschaft der Evangelischen und Katholischen Kirche und ihrer Wohlfahrtsverbände. Die Stadt übernimmt die Kosten außerhalb der Pflegeleistungen wie Miete oder Hauswirtschaft. Die dafür veranschlagten 50.000 Euro pro Jahr finanzieren Spenden aus dem Verkauf von Zahngold aus dem Krematorium.

Die Idee zur Wohnung als „angemessene Unterstützung, um Menschen ein Sterben in Würde und Selbstbestimmung zu ermöglichen“, sei am „Runden Tisch Hospiz“ entstanden, betonte Bürgermeister Klaus Stapf vor dem Plenum.

„Wir müssen diesen Bereich von Medizin und Fürsorge stärken“ unterstützte CDU-Stadtrat Dr. Thomas Müller das Vorhaben. Stadtrat Alexander Geiger (GRÜNE) sah die Wohnung ebenso als „adäquate Lösung“ wie SPD-Stadträtin Yvette Melchien, KULT-Stadtrat Max Braun („Zufriedenheit in letzten Tagen schaffen“) und FDP-Stadtrat Karl-Heinz Jooß. Stadtrat Dr. Paul Schmidt (AfD) ging die Lösung nicht weit genug. Er wollte „ein richtiges Hospiz für Karlsruhe“. -trö-

 
 

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