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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. Februar 2015

Geschichte: Quadrat komplettiert

Mohl-Bau der Kunsthalle wurde vor 25 Jahren eröffnet

Die Erweiterung der Kunsthalle durch Heinz Mohl, die vor 25 Jahren, am 13. Februar 1990 übergeben wurde, entspricht bekanntlich nicht mehr heutigen Museumsanforderungen.

Das Finanzministerium schreibt daher noch dieses Jahr einen Architektenwettbewerb aus, um die Nöte der Kunsthalle, die bei jeder Sonderausstellung ihre Sammlung umräumen muss, zu beheben, informierte Direktorin Prof. Dr. Pia Müller-Tamm kürzlich bei der Jahrespressekonferenz.

Vor einem Vierteljahrhundert hatte man über das "Kleinod der Museumsarchitektur ", so der damalige Oberfinanzpräsident Dr. Dietrich Meyding, gejubelt. Nach siebeneinhalbjähriger Bauzeit hätten sich die Idealvorstellungen des großherzoglichen Baudirektors Heinrich Hübsch erfüllt.

Dem schwebte 150 Jahre zuvor zwischen Botanischem Garten und jetziger Hans-Thoma-Straße eine Gesamtanlage mit vier Gebäudeflügeln vor. Hübsch selbst schuf bis 1846 den Hauptbau. Joseph Durm entwarf den von 1894 bis 1896 entstandenen Süd-, Heinrich Amersbach 1908/09 schließlich den Ostflügel.

Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde der Ursprungsbau der alten Akademie aus dem 18. Jahrhundert abgerissen. Für die Mohlsche Komplettierung fiel 1981/82 bis auf die Nordostfassade auch der ebenfalls beschädigte Amersbach-Flügel. Mohl baute für 32 Millionen Mark den Nordflügel neu, gestaltete das Innere des Amersbachteils um, unterkellerte den Innenhof, legte das Untergeschoss tiefer und baute zentrale Versorgungseinrichtungen ein. Dazu kamen fast sechs Millionen für die Sanierung und Restaurierung des Hübsch-Baus. Seither verfügt die Kunsthalle über rund 7.500 Quadratmeter Fläche. -cal-

 
 

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