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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. Februar 2015

Historie: Geschichte aufarbeiten

 

Ausstellung zu Radiologie in NS-Staat begleitete Kongress

Klein, aber fein und aufrüttelnd stellt sich die Ausstellung „Radiologie im Nationalsozialismus" dar, die mit ihren 24 reich bebilderten Tafeln vergangene Woche in der Stadthalle aufgebaut war.

Die Wanderausstellung begleitete den mittlerweile zweitgrößten deutschen Kongress für Radiologie, der vor 25 Jahren vom damaligen Röntgen-Chef am Vincentius, Prof. Dr. K. Reisner, in Karlsruhe als zentrale Fortbildungsveranstaltung der Vereinigung südwestdeutscher Radiologen und Nuklearmediziner (VSRN) begründet wurde.

Mittlerweile sorgt die  Veranstaltung mit in diesem Jahr 1.300 Teilnehmern in Fachkreisen für Furore. Für diese „tollen Entwicklung des Kongresses als Karlsruher Kind“ drückte OB Dr. Frank Mentrup den VSRN-Vorständen Prof. Dr. Peter Reimer vom Städtischen Klinikum und Prof. Dr. Stefan Krämer aus Esslingen seine Wertschätzung aus und gratulierte ihnen herzlich dazu.

Die auch Bürgerinnen und Bürgern frei zugängliche Ausstellung zu einem schmerzhaften Abschnitt in der Geschichte der 1905 gegründeten Deutschen Röntgengesellschaft ist das Ergebnis eines in Heidelberg am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin in Auftrag gegebenen Forschungsprojekts der Historikerin Dr. Gabriele Moser und findet nach einer Präsentation in Israel dann seine endgültige Bleibe im Geburtshaus von Wilhelm Röntgen in Remscheid-Lennep. Auch die Röntgen-Klinik am Städtischen Klinikum war in der NS-Diktatur eine anerkannte Klinik zur Durchführung von Zwangssterilisationen mit „Strahlenbehandlung". -red-

 
 

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