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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. Februar 2015

Karlsruher Gespräche: Zwischen Triumph und Niedergang

 

Städte im Fokus / Global DemocraCities: ZAK organisiert Symposium, Podiumsdiskussion und Filmnacht

Kommunen, Kreise, Städte, Bundesländer, Staaten. An diese Entscheidungsebenen-Hierarchie hat man sich gewöhnt. Aber ist sie auch sinnvoll und zielführend? Sind nicht in vielen Ländern die Städte die Staaten? Megacities mit Millionen von Einwohnern. Da liegt der Gedanke eines Weltparlaments der Bürgermeister gar nicht so fern.

Prof. Dr. Benjamin R. Barber (New York) hat ihn entwickelt. Und wer mehr zu Projekt und Buch erfahren möchte, hat dazu bei den 19. Karlsruher Gesprächen vom 27. Februar bis 1. März Gelegenheit. Veranstaltet werden sie vom KIT-Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale (ZAK).

Prof. Barber hält einen Kurzvortrag im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung am 27. Februar im Sparda Event-Center in der Baumeisterstraße 21 und stellt seine Idee auch beim Symposium am Samstag, 28. Februar vor - in der Industrie- und Handelskammer, Lammstraße 13 - 17. Beginn ist um 9.30 Uhr.

Thema der diesjährigen Karlsruher Gespräche sind Triumph und Niedergang der Städte. Der Titel Global DemocraCities dürfte Prof. Barber gefallen. An drei Tagen diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, welche Bedeutung Städten als Zentren für bürgerschaftliches Engagement und politische Innovation zukommt, welchen Zugang sie Minderheiten und Parallelgesellschaften bieten und wie Städte vor dem Hintergrund zunehmender Globalisierung und Vereinheitlichung ihren Charakter, ihr Selbstverständnis und ihre spezifische Anziehungskraft bewahren können.

Spannende Themen, die auch ganz lokal von Bedeutung sind und Fragen aufwerfen, nach unserem Verständnis von der Kommune Karlsruhe, oder danach, was eigentlich unsere Identität stärker prägt: Stadt, Land oder Staat?

Der Eintritt zu den meisten Veranstaltungen ist frei. Für die Eröffnung wird um Anmeldung unter zak.kit.edu gebeten. Den Festvortrag ("Die Stadt: Wo die Menschen Geschichte schreiben") hält Prof. Dr. Saskia Sassen. Themen des ganztägigen Symposiums sind unter anderem Zivilgesellschaft und urbaner Wandel; Demokratie, Technologie und die Stadt oder auch die Situation in London, Istanbul und Kairo.

Eine Podiumsdiskussion mit Petra Roth (Frankfurt) und Catherine Trautmann (Straßburg) moderiert am Sonntag, 1. März, ab 11 Uhr im Sparda- Event-Center Markus Brock. Und in Kooperation mit Arte präsentiert ZAK am Samstag, 28. Februar, ab 19.30 Uhr eine Filmnacht in der Schauburg. Zu sehen sind Dokumentationen über Berlin, Paris oder Shanghai. -res-

 
 

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