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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. Februar 2015

Kultur: Kulturakteure besser vernetzt

Es gibt viele Gründe, sich freiwillig in der Kultur zu engagieren. Für die einen ist es Herzenssache und gesellschaftliche Verpflichtung, für andere willkommene Betätigung, um nicht einzurosten. Und wieder andere wollen etwas nach vorne bringen.

So unterschiedlich die Motivation, so einig waren sich die Gäste des Kulturfrühstücks im Besitos am Marktplatz in ihrem Wunsch nach besserer Vernetzung. Mit den regelmäßigen Treffen zu ausgewählten Themen biete die Stadt dafür seit Jahren ein Forum - was daraus werde, hänge von den Akteurinnen und Akteuren ab, erklärte Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche.

Die Runde nahm dieses Mal das Heft des Handelns in die Hand. Cornelia Holsten, Vorsitzende der Karlsruher Bürgerstiftung, bot sich an, die Daten aller zu sammeln, die in der Kultur ehrenamtlich etwas bewegten und auf einer Plattform zusammenzuführen. „Laden sie es bei uns ab“ ermunterte sie dazu, sich unter info@buergerstiftung-karlsruhe.de zu melden.

Die Initiative ergriffen hatte Dr. Hildegund Brandenburg von der Durlacher Orgelfabrik. Sie wünschte sich mehr gegenseitige Unterstützung in praktischen Dingen. Und: Nach 21 Jahren ehrenamtlicher Arbeit „würde ich das gerne professionalisieren“, das Konstrukt als Verein sei „schwierig“. Wie aus Ehrenamt Profession werden kann, haben Tollhaus, Tempel, Sandkorn oder Kinemathek gezeigt.

Der Wunsch sei berechtigt, schaltete sich Stadtrat Dr. Albert Käuflein ein, bremste aber die Erwartungen. Der aktuelle Haushalt verdreifache die Pro-Kopf-Verschuldung. Damit „können wir Bestehendes zwar erhalten, aber nichts Neues aufmachen“. Wo Geld fließe entstehe Abhängigkeit, sagte Dr. Siegmar Holsten vom Förderkreis der Karlsruher Kunsthalle. Sein Rezept: Ehrenamtliche organisieren sich so gut, dass es diese Abhängigkeit nicht braucht. -maf-

 
 

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