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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. Februar 2015

Sport: Fit für die Zukunft

DER ZULAUF ZU TRENDSPORTARTEN wie im Bild Beachvolleyball lässt auch die Nachfrage nach Spielmöglichkeiten, geeigneten Sportstätten und Vereinsangeboten steigen. Archivfoto Fränkle

DER ZULAUF ZU TRENDSPORTARTEN wie im Bild Beachvolleyball lässt auch die Nachfrage nach Spielmöglichkeiten, geeigneten Sportstätten und Vereinsangeboten steigen. Archivfoto Fränkle

 

Jeder vierte Einwohner ist im Sportverein aktiv

Was kann die Stadt in den nächsten zehn Jahren tun, um dem zunehmenden Wunsch der Bevölkerung nach Sport und Bewegung gerecht zu werden. Aussagen und Handlungsempfehlungen dazu soll der Sportentwicklungsplan liefern, der noch in diesem Jahr verabschiedet werden soll.

„Die Programme der Sportförderung haben bisher gut funktioniert, aber wir geben uns nicht zufrieden", zeigte sich Bürgermeister Martin Lenz bei einer Information über den aktuellen Arbeitsstand überzeugt davon, dass wie bisher "Politik, Verwaltung und Vereine an einem Strick ziehen".

Eine Fülle von Daten und Informationen für die Entwicklung einer Strategie liefern die Bürgerumfrage 2013 des Amts für Stadtentwicklung, bei Sportvereinen, Kindergärten und Schulen im vergangenen Jahr durchgeführte Umfragen und eine aktuelle Bestandsaufnahme der Angebote und Sportstätten.

Danach ist jeder vierte Einwohner in einem der 212 Vereine aktiv, deren Mitgliederzahlen weiterhin steigen. Beim Sportstättenangebot schneidet Karlsruhe überdurchschnittlich gut ab. Der Bestand bei den Sportplätzen ist mit insgesamt 889.000 Quadratmetern im Sommer mehr als ausreichend, für die Winterzeit werden allerdings mehr allwettertaugliche Plätze benötigt.

Ein weiter zunehmender Bedarf zeichnet sich auch bei Hallen und Räumen ab. Bei der Bewertung der Leistungen, die die Stadt erbringt, liegt Karlsruhe im Vergleich mit anderen Kommunen ebenfalls vorn. Lediglich bei der Belegung der Sporthallen und bei der Unterstützung überregionaler Sportveranstaltungen gibt es schlechtere Bewertungen. „Nur punktuelle Erweiterungen und Verbesserungen bei Sport- und Bewegungsangeboten" sieht Silke Hinken vom Sportamt in Kitas, Schulen, Vereinen und bei anderen Anbietern ebenso vonnöten wie bei der Information über die bestehenden Angebote.

„Die Vereine sind froh, in den Entwicklungsprozess mit einbezogen zu sein", sieht der Sportkreisvorsitzende Andreas Ramin nicht nur die Kommune gefordert: „Auch die Vereine müssen reflektieren, wie sie fit werden für die Zukunft", will Ramin zunächst noch mal eine Diskussionsrunde in den Vereinen starten, um als Sportkreis bei der Festsetzung von Handlungsempfehlungen „die Stimme des Sports vertreten zu können". Einen Bedarf sieht das Institut für Kooperative Planung ebenso beim nicht vereinsgebundenen Freizeitsport. Neben frei zugänglichen Freizeitspielfeldern müsse auch an eine weitere Öffnung von Vereinsanlagen und Schulhöfen gedacht werden. -fis-

 
 

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