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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. Februar 2015

Zoologischer Stadtgarten: Die ersten Bewohner sind da

LIEBEVOLL GEHEGTE KUGELN: Die beiden Gürteltiere Eco und Lilli. Foto: Fränkle

LIEBEVOLL GEHEGTE KUGELN: Die beiden Gürteltiere Eco und Lilli. Foto: Fränkle

ECO UND LILLI MACHEN SICH RUND: Becker, Bärbel Maliske-Velten (Freundeskreis Karlsruhe-Halle) und Gaum mit den Neuen. Foto: Fränkle

ECO UND LILLI MACHEN SICH RUND: Becker, Bärbel Maliske-Velten (Freundeskreis Karlsruhe-Halle) und Gaum mit den Neuen. Foto: Fränkle

DAS ERSTE RICHTIGE „INDOOR-ANGEBOT“ DES ZOOS: Mindestens ein bis zwei Stunden sollten Besucher für das Exotenhaus einplanen. Im Juni öffnet es seine Pforten für Gäste. Fotos: Fränkle

DAS ERSTE RICHTIGE „INDOOR-ANGEBOT“ DES ZOOS: Mindestens ein bis zwei Stunden sollten Besucher für das Exotenhaus einplanen. Im Juni öffnet es seine Pforten für Gäste. Fotos: Fränkle

DAS EXOTENHAUS wächste und gedeiht. Foto: Fränkle

DAS EXOTENHAUS wächste und gedeiht. Foto: Fränkle

 

Exotenhaus ist in die Zielgerade eingebogen/Einrichtung der Gehege/April: Einzug der Tiere/ab Juni für Öffentlichkeit zugänglich

Wow, ist das schön! Wer erstmals Gelegenheit zum Besuch des Exotenhauses hat, staunt über die perfekt modellierte Felsen- und Uferlandschaften. 30 Großbäume sorgen für üppige Vegetation, wobei das niedrigere Grün in den nächsten Wochen erst noch kommt. Kein Zweifel, das Exotenhaus ist auf der Zielgerade eingebogen.

Im April ist großer Einzugstermin für  Säugetiere, Vögel, Amphibien, Fische und Reptilien, berichtete am Dienstag der kommissarische Zooleiter Dr. Clemens Becker beim Rundgang mit Medien, Mitgliedern der Zoofreunde Karlsruhe und des Freundeskreises Karlsruhe-Halle. Nach der Eingewöhnung öffnet das Exotenhaus im Juni seine Pforten.

„Jetzt geht es nur noch um Kleinigkeiten“, sagte Becker. Wobei die „Kleinigkeiten“ durchaus aus sechs Tonnen Sand, zwei Tonnen Kies und jede Menge Wurzeln bestehen können zur Ausgestaltung von Aquarien, Terrarien und Paludarien. Oder aus Lianen, die für die unter der Decke schwebenden Wege der Faultiere noch die richtige Biegung erhalten - damit die aus Dortmund und Krefeld kommenden Tiere ohne Bodenkontakt in ihre rückwärtigen Gehege gelangen.

Zusammen mit weiteren fünf Tierpflegern sowie zwei Kollegen aus dem Gartenbauamt kümmert sich die neue Leiterin des Exotenhauses, Michaela Gaum, um den Lebensraum Exotenhaus. Die 27-jährige ist fasziniert von Vielfalt und Größe „ihres“ Hauses. „Aufgrund von Bauverzögerungen haben wir die zoologische Zeitplanung anpassen müssen“, informierte Becker. Womit Änderungen bei den Tierarten einhergehen. Nicht alle abgebenden Zoos hatten Platz zur längeren Unterbringung der für Karlsruhe vorgesehenen Tiere. Manchmal hat es auch schlicht nicht mit der Zucht geklappt. So werden nun etwa anstelle von Tukanen Sonnensittiche in die Vogelvoliere einziehen, zusammen mit zwei Kugelgürteltieren.

Wenn im Juni sich erstmals Besucher auf den rund 400 Meter langen Rundweg machen - oder barrierefrei über die beiden Aufzüge auf verschiedene Ebenen fahren - dürften 90 Prozent der Tiere da sein. Das Exotenhaus ist Ort des Entdeckens, Verweilens und Lernens. Nicht zuletzt, weil es auch für die Zoopädagogik mehr Raum und Aktionsmöglichkeiten bietet. Die Gastronomie will zeitgleich mit dem Exotenhauses in Betrieb gehen.

Die eigentlichen Stars beim Rundgang waren zwei Kugelgürteltiere. Die ersten neuen Bewohner des Exotenhauses - gestatten: Lilli und Eco, im letzten Jahr in Heidelberg und Halle geboren. Erst kürzlich in Karlsruhe angekommen, leben sie noch in Quarantäne mit Abtrenngitter hinter den Kulissen im Affenhaus. Ob so großer Aufmerksamkeit schauten am Dienstag zunächst nur Nasen, Äuglein und Krallen aus dem ockerfarbene Panzerschild. Doch dann durften sie im Besuchergang des Affenhauses erstmals direkten Kontakt zueinander aufnehmen. Das war dann sogar für Schimpansen-Mann Benny und seine beiden Damen ein Hingucker: Mit vorgestrecktem Kinn  schauten sie - wie die Besucher-Gruppe - fasziniert zu, wie Lilli und Eco aufeinander zukrabbelten. Mit der Heidelbergerin und dem Hallenser, das scheint zu klappen. -rie-

 
 

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