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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. März 2015

Handwerk: Mit Zuversicht in die Zukunft

 

Handwerkskammer zieht zufriedene Jahresbilanz / Kritische Entwicklung im Nachwuchs

Der Präsident zeigte sich erfreut über die Entwicklung im regionalen Handwerk im vergangenen Jahr. Der Kammerbezirk Karlsruhe „kann aus konjunktureller Sicht zufrieden auf 2014 zurückblicken“, betonte Joachim Wohlfeil bei der Bilanzpressekonferenz. Und untermauerte die positive Entwicklung in „seinem“ Bezirk, der die Städte Baden-Baden, Karlsruhe und Pforzheim sowie die Landkreise Karlsruhe, Calw, Rastatt und Enzkreis umfasst, auch gleich mit Zahlen.

So habe sich der Konjunkturindikator mit Werten zwischen 51,9 und 61,6 Punkten im vierten Jahr in Folge „auf einem sehr hohen Niveau“ bewegt. Die knapp 19.000 Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer hätten 2014 einen Umsatz von etwa 11,5 Milliarden Euro erwirtschaftet und insgesamt 98.000 Personen beschäftigt. Besonders gut ausgelastet war im ersten Halbjahr das Bauhauptgewerbe, in der zweiten Hälfte 2014 waren es Unternehmen der Metallverarbeitung.

Und die meisten Branchen blicken laut Wohlfeil auch „mit Zuversicht auf das Jahr 2015“. Über 58 Prozent der Betriebe im Kammerbezirk gehen von einer guten Geschäftslage im ersten Quartal 2015 aus, 38 Prozent mit einer zufriedenstellenden. Ihren Optimismus begründet die Kammer in erster Linie mit der niedrigen Arbeitslosigkeit und dem weiter notwendigen Investitionsbedarf der öffentlichen Hand. Daneben setzt Wohlfahrt für 2015 vor allem auf den Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz. Vom Ansatz der Politik, „steuerliche Anreize bei der energetischen Gebäudesanierung zu überdenken“, erwartet der Kammerpräsident „zusätzliche Impulse“ für die Bauwirtschaft.

Der Blick auf den Nachwuchs gibt Wohlfahrt dann allerdings Anlass zur Sorge: Die Zahl der Lehrlinge geht zurück. So wurden 2014 im Kammerbezirk mit 2.279 Lehrverträgen 58 weniger als im Vorjahr abgeschlossen. Der demografisch bedingten, so Wohlfahrt, „kritischen Entwicklung“, will die Kammer mit einer Intensivierung ihrer laufenden Imagekampagne begegnen. -trö-

 
 

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