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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. März 2015

300. Stadtgeburtstag: "Vorhang auf!" im Pavillon

VORBEREITUNGEN: Hinter dem Schloss wächst der Pavillon aus dem Boden, der im Festivalsommer Zentrum des Stadtgeburtstags wird. Foto: Fränkle

VORBEREITUNGEN: Hinter dem Schloss wächst der Pavillon aus dem Boden, der im Festivalsommer Zentrum des Stadtgeburtstags wird. Foto: Fränkle

 

Bühnenprogramm der Theater beim Stadtjubiläum

Für den 300. Stadtgeburtstag kommen die Karlsruher Theater alle unter einem Dach zusammen. Über den 15-wöchigen Festivalsommer verteilt präsentieren sie donnerstagabends ab 19.30 Uhr auf der Pavillon-Bühne im Schlossgarten ihre exklusiven Produktionen zu KA300. Vom 25. Juni bis zum 17. September 2015 heißt es "Vorhang auf!" für unterschiedliche Theaterkunstprojekte.

Vom Schauspiel, über kabarettistische Soli, inklusive Lebensgemeinschaften und sentimentale Gesangseinlagen bis zum figuralen Personenstück kommt alles auf die Bühne, was die Karlsruher Theaterszene ausmacht.

„Wir freuen uns sehr, dass die Karlsruher Bühnen ein solch großes Interesse an diesem besonderen und einmaligen Ort haben.“, so Christine Böhm vom Team KA300. "Mit Kulissen können wir im Pavillon nicht zaubern, aber mit zwei Stimmen, die unter die Haut gehen", erklärt Jan Linders, Schauspieldirektor beim Badischen Staatstheater.

Das Haus an der Baumeisterstraße bringt zum Stadtgeburtstag am 25. Juni "Kitsch!!!" auf die Pavillon-Bühne und lässt außerdem die Stimme der heute international gefragten gebürtigen Karlsruherin Rebecca Raffaell erklingen. Sprachlich verwurzelt in der Region ist D'Badisch Bühn. Im Jubiläumsjahr präsentiert das Volkstheater am 30. Juli sein Mundartstück "Tulwezwiwwle gewe Schnupfe". Der Schwank, der bereits zum 275. Stadtgeburtstag aufgeführt wurde, erzählt von einer Kiste wertvoller Tulpenzwiebeln, die dem Stadtgründer Markgraf Karl Wilhelm gestohlen wurde.

Mit gleich zwei Neuproduktionen ist das Sandkorn-Theater vertreten. Das in Zusammenarbeit mit dem Theaterprojekt "D!E SP!NNER“ entstandene Stück "Als der Markgraf die Inklusion verschlief" thematisiert am 17. September das Leben von Menschen mit Behinderung und zeigt eine mögliche Stadt der Zukunft auf. Fest verwurzelt in der Historie ist hingegen das Kabarettstück "Kerle wie Karle", das am 9. Juli die Stadtgeschichte in kurzen, amüsanten Szenen beleuchtet und diese mit der Gegenwart verknüpft.

Verspielt geht es weiter mit dem Abendprogramm "Django - Die Rückkehr" (Sonntag, 13. September, 20 Uhr) vom Marotte-Figurentheater, einem in Karlsruhe entwickelten Marionetten-Stück für Erwachsene. Von zwischenmenschlichen Begegnungen handelt am 16. Juli "Das Wohnhaus" vom Werkraum Karlsruhe. Hier leben fünf Generationen mit unterschiedlichsten Lebensentwürfen unter einem Dach und bilden zugleich die breite Vielfalt einer Stadtgesellschaft ab. „Zurück zum Happy End“ heißt es beim Stück vom Jakobus-Theater.

Die Karlsruher Kabarettistin Annette Postel zelebriert am 20. August in ihrem Programm „Ausziehn...“ die Lust am Entkleiden. Mit virtuoser Musik, skurrilen Texten und herrlich pompösem Outfit begibt sie sich dabei in Begleitung des Jazzpianisten Klaus Webel auf die spannende Achterbahn von Mann-Frau-Beziehungen. Am 2. Juli stellt der Kulturverein Tempel neue Gruppen aus der regionalen Tanzszene vor, die sich mit einem jeweils zehnminütigen Stück aus ihrem aktuellen Repertoire präsentieren werden. Neben kultureller Vielfalt steht das Programm im Pavillon für exklusive Veranstaltungen. So zeigt das Kammertheater am 10. September eine Preview seiner neuen Musical-Produktion "The Blues Brothers - A Tribute".
"Wir hoffen auf viel neugieriges Publikum", sagt Steffi Lackner, künstlerische Leiterin von Sandkorn-Theater und "D!E SP!NNER". Da der Pavillon das kulturelle Zentrum des Stadtgeburtstags ist, „möchten wir diesen Ort mit beleben und uns als in Karlsruhe etablierte Einrichtung mit unserer Stadt kulturell auseinandersetzen,“ spricht sie allen Beteiligten von "Vorhang auf!" aus der Seele. Der Kartenverkauf für das Pavillon-Programm beginnt am 20. Mai. -red-/-trö-

 
 

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